Mit neuem Studium

FPÖ will jetzt in Luft- und Raumfahrt investieren

Oberösterreich
17.04.2026 13:00

Die FPÖ will in Oberösterreich einen neuen „Cluster“ für Luft- und Raumfahrt schaffen, Teil davon soll auch ein neuer Studien-Lehrgang um zehn Millionen Euro sein. So sollen heimische Unternehmen vom internationalen Wachstum in der Branche profitieren.

Hohe Lohnkosten, viel Bürokratie und ein unsicheres globales Umfeld schwächen derzeit die heimische Industrie, dazu kommt noch die schwächelnde deutsche Autobranche, von der die oberösterreichische Zulieferindustrie abhängig ist – so die Analyse der oberösterreichischen Freiheitlichen. Deshalb fordern Vize-Landeshauptmann Manfred Haimbuchner und der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (beide FPÖ) ein „neues Leuchtturmprojekt“: Oberösterreich soll einen Luft- und Raumfahrt-Cluster erhalten.

Durch das Netzwerk sollen heimische Betriebe am internationalen Wachstum der Branche mitschneiden. Die Voraussetzungen dafür seien gegeben: Oberösterreich habe eine starke industrielle Basis, eine ausgeprägte Forschungslandschaft, eine geeignete Testinfrastruktur mit Flugplätzen in Hörsching und Wels sowie nicht zuletzt bereits jetzt Unternehmen, die in der Luft- und Raumfahrt tätig seien.

Neues Studium um zehn Millionen Euro
Der FPÖ schwebt unter anderem die Schaffung einer Industrieplattform, eines Start-up-Ökosystems sowie eines neuen Master-Lehrgangs für „Luft- und Raumfahrttechnologie“ an der Fachhochschule in Wels vor. Die Kosten für die Stiftungsprofessuren dafür sowie für andere notwendige Investitionen beziffern die Freiheitlichen mit einmalig rund zehn Millionen Euro. Die jährlichen Personalkosten sollen dann 1,2 Millionen Euro betragen.

„Wenn wir jetzt nicht handeln, riskieren wir, dass Oberösterreich als Industriestandort an Substanz verliert“, sagt Haimbuchner.  Für Rabl kann mit einem Luft- und Raumfahrt-Cluster „ein wirtschaftlicher Impuls für das ganze Land ausgehen.“ Mit dem Koalitionspartner ÖVP dürfte der Vorstoß nicht abgestimmt sein.

Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt
Schon jetzt sind oberösterreichische Betriebe in der Branche tätig. Steckenpferd dabei ist der Luftfahrt-Zulieferer FACC aus dem Innviertel mit einem Jahresumsatz von fast einer Milliarde Euro. In der Raumfahrt sind die Unternehmen Peak Technology aus Holzhausen sowie die beiden Mühlviertler Firmen ASA Astrosysteme und Innovametall tätig.

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