Linzer Spitäler arbeiten bei orthopädischen Operationen zusammen, um Wartelisten zu verkürzen. SPÖ-Abgeordneter Binder will wissen, ab wann es für Patienten Entlastung gibt.
Es ist ein Symbol, das die bereits laufende Partnerschaft verdeutlichen soll: Wie von der „Krone“ berichtet, soll ab 2028 eine Brücke das Unfallkrankenhaus und das Kepler Uniklinikum in Linz miteinander verbinden. Schon jetzt arbeiten die beiden Häuser beim Abbau der Wartelisten für Knie- oder Hüft-Operationen zusammen, auch wenn es mehr als die derzeit 15 pro Monat vereinbarten Eingriffe sein könnten.
Die AUVA, die das Linzer Unfallspital betreibt, hätte monatlich sogar 50 OPs übernehmen können, das Land stieg aber auf die Bremse und nahm das Angebot in deutlich kleinerer Form an.
Wie auch immer: SPÖ-Abgeordneter und Dritter Landtagspräsident Peter Binder will jetzt per mündlicher Anfrage in der Sitzung des Landtags am kommenden Donnerstag von Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) wissen, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt.
Wenn im KUK Operationen gestrichen werden und daneben ein Krankenhaus mit freien Kapazitäten steht, dann gilt es, diese Zusammenarbeit umfassend zu nutzen.

3. Landtagspräsident Peter Binder, SPÖ
Bild: Markus Wenzel
Die Frage lautet: „Inwieweit wurde im Zuge der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kepler Universitätsklinikum und dem UKH Linz geprüft, ob über die vereinbarte Übernahme von bis zu 15 planbaren Operationen pro Monat hinaus weitere Operationskapazitäten des UKH zur Kompensation der monatlich 150 am KUK gestrichenen Operationen genutzt werden könnten?“
Hintergrund ist, dass fehlende Personalressourcen im Kepler Uniklinikum zu einer Verlängerung der Wartezeiten für Patienten in ganz Oberösterreich führten. Der Plan, Patienten für Knie- und Hüft-OPs in Regionalkliniken zu schicken, wo deutlich weniger Andrang ist und die Wartezeiten kürzer sind, ist noch nicht ganz aufgegangen. SPÖ-Politiker Binder sagt im Gespräch mit der „Krone“: „Warum sollte das UKH nur ein Zehntel der gestrichenen Operationen übernehmen, wenn größere Hilfe möglich wäre? Dem werde ich im Landtag nachgehen, damit die Wartezeiten für die Patienten im Land kürzer werden.“
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