Zehn Jahre lang führte er die Pensionsversicherungsanstalt zum Narren, nun sitzt ein 34-Jähriger hinter Gittern: Ihm wird vorgeworfen, sich mit falschen Krankheiten insgesamt 255.000 Euro ergaunert zu haben.
Dem 34-Jährigen wird vorgeworfen, bei behördlichen Untersuchungen eine körperliche Beeinträchtigung vorgetäuscht zu haben, die ihn so sehr einschränken würden, dass er keiner Arbeit nachgehen könne. Seit April 2016 soll er die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) auf diese Art und Weise getäuscht und dadurch Ausgleichszahlungen in der Höhe von rund 255.000 Euro bezahlt bekommen haben. Auch Finanzamt, AMS und das Land NÖ zählen laut Polizei zu den Geschädigten.
Konzentrationsschwäche, Stuhlprobleme
„Krone“-Informationen zufolge soll der Mann aus dem Bezirk Neunkirchen der Behörde unter anderem massive Konzentrationsschwächen und Stuhlinkontinenz vorgegaukelt haben. Zudem habe er angegeben, nur äußerst kurze Strecken mit dem Auto fahren zu können und daher nicht mobil zu sein.
Schlussendlich kam ihm die Ermittlungsgruppe Sozialleistungsbetrug (SOLBE) der Polizeiinspektion Gloggnitz jedoch auf die Schliche. Durch intensive Ermittlungen konnte dem 34-Jährigen nachgewiesen werden, dass er im Ausland sehr wohl erwerbstätig ist und dort sogar einen Wohnsitz hat.
Der Österreicher wurde festgenommen, er zeigte sich geständig. Er sitzt nun in der Justizanstalt Wiener Neustadt.
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