Gespräche bestätigt

Der Iran und die USA erwägen längere Feuerpause

Außenpolitik
15.04.2026 17:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die USA und der Iran haben laut pakistanischen Angaben Fortschritte bei ihren Verhandlungen gemacht. Die Kriegsgegner hätten sich auf ein neues Treffen verständigt. Ein Datum stehe aber bisher nicht fest, hieß es. Bei den Gesprächen soll es unter anderem um ein vollständiges Ende des Kriegs gehen.

Weitere Punkte sind die Aufhebung von Sanktionen sowie Entschädigungen für die US-israelischen Angriffe auf den Iran. Beide Seiten hätten sich bei den Rahmenbedingungen angenähert, schrieb ein Reporter des Nachrichtenportals Axios am Mittwoch auf der Plattform X. Laut einem US-Insider gibt es bisher aber keinen Beschluss, die vorübergehende Waffenruhe zu verlängern. „Es gibt weiterhin Gespräche zwischen den USA und dem Iran, um eine Einigung zu erzielen“, sagte er. Später hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass beide Seiten erwägen würden, die Waffenruhe um zwei Wochen zu verlängern.

Nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan will sich auch Ankara für eine längere Feuerpause einsetzen. Man arbeite daran, die Spannungen abzubauen und die Fortsetzung von Gesprächen zu sichern, sagte Erdoğan. Das geschaffene Zeitfenster müsse genutzt werden. Die Waffenruhe wurde am vergangenen Dienstag verkündet und wird kommenden Mittwoch auslaufen. Die Regierungen der Türkei, Katars, Saudi-Arabiens und Pakistans vermitteln zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Am Mittwoch traf eine pakistanische Delegation im Iran ein, um Botschaften aus den USA zu überbringen.

US-Seeblockade sorgt für Verstimmung
Die Verhandlungsrunde, die am Sonntag in Islamabad zu Ende gegangen war, hatte keinen Durchbruch gebracht. US-Präsident Donald Trump hatte eine zweite Runde in Aussicht gestellt, aber gleichzeitig eine Seeblockade angeordnet. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Teheran Gebühren von Reedereien für die Passage durch die Straße von Hormuz verlangt. Auch die Öleinnahmen des Landes sollen getroffen werden.

Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten, kommentierte das iranische Militär. Die Seeblockade begann am Montag und gilt für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder von dort kommen. Die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz ohne iranischen Start- oder Zielhafen bleibe davon unberührt, teilte das US-Militär mit.

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