Kritik an Ortschef

Gemeinde vertagt heiklen Punkt zu Grundstücksdeal

Salzburg
16.04.2026 22:30

Der Bürgermeister habe wichtige Leitlinien missachtet, so der Vorwurf in Mauterndorf. Konkret geht es um einen bevorstehenden Grundstücksverkauf, wo der Ortschef versucht habe, die Löschung eines Vorkaufsrechts durch die Gemeinde an der Gemeindevertretung vorbeizuschwindeln. Bei der Sitzung am Donnerstagabend wurde der Punkt vertagt.

Der Mauterndorfer Bürgermeister Herbert Eßl (ÖVP) ist rund um einen Grundstücksdeal mit massiven Vorwürfen konfrontiert. Die Gemeinde hat ein grundbücherlich festgehaltenes Vorkaufsrecht, das sie auch weitergeben kann. Im konkreten Fall hat neben dem angrenzenden Autohaus-Besitzer auch der Sohn des Bürgermeisters Interesse. Auch die Gemeindeaufsicht wurde informiert. 

Löschung bei Sitzung am Donnerstag vertagt
Der Ortschef habe sich in der Gemeindevorstehung einen Vorteil erschwindeln wollen, so der Vorwurf. Selbst weist Eßl die Kritik von sich. Er habe zuerst das falsche Gremium ausgewählt und den Fehler repariert, so der Bürgermeister.

Die Löschung des Vorkaufsrechts wurde Donnerstagabend in der Gemeindevertretung nach heftigen Diskussionen vertagt. Die FPÖ kritisiert, dass der Verkauf an den Sohn des Bürgermeisters schon beschlossene Sache sei und will, dass alle Vertragsdaten vorgelegt werden. Der Ortschef erklärte sich in der Abstimmung für befangen. Man wolle sich nicht in den privaten Verkauf einmischen, betont er. 

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