Nun ist er reich
Brite durfte 25 Jahre lang keinen Urlaub nehmen
Über Jahrzehnte hinweg wurden die Urlaubsanträge eines britischen Immobilienverwalters abgelehnt – wegen Personalmangels. Für die 827 angesammelten Urlaubstage sollte er eigentlich ausbezahlt werden, doch stattdessen wurde er fristlos entlassen. Ein Gericht erwirkte, dass er für die Mehrarbeit bezahlt wird, inklusive saftiger Entschädigung.
Mossadek Ageli arbeitete für das libysche Unternehmen Sabtina Limited – und das fast durchgehend. Denn Urlaubstage wollte ihm der Betrieb nicht gewähren, da man unterbesetzt sei. Man einigte sich schließlich darauf, dass der Manager eine finanzielle Entschädigung für die ihm zustehenden Urlaubstage erhalten sollte.
Nach 25 Jahren Dienst in der Firma hatten sich schließlich 827 Urlaubstage angesammelt – doch das Unternehmen wollte diese dann nicht vergüten. Stattdessen erhielt er 2024 eine fristlose Kündigung.
Geld aus Urlaubsanspruch war für Altersvorsorge bestimmt
Da es keine Altersvorsorge durch das Unternehmen gab, hatte sich Ageli darauf verlassen, dass er mit den nicht verbrauchten Urlaubstagen seinen Lebensabend absichern könnte. „Sowohl ich als auch meine persönliche Assistentin haben die Urlaubstage, die wir nicht nehmen konnten, für den Fall der Fälle oder für den Ruhestand angespart“, erklärte er gegenüber „Telegraph“. „Ich verließ mich darauf, diese Zahlungen zu erhalten.“
Doch der neue Vorstand, der 2022 die Firma übernahm, wollte davon nichts wissen. Der Fall landete schließlich vor dem Arbeitsgericht in Watford. Dort wurde festgestellt: Die Kündigung war eindeutig verfahrensfehlerhaft und unfair.
Das Unternehmen muss nun 392.000 Pfund (etwa 450.0000 Euro) für die nicht konsumierten Urlaubstage zahlen. Für die ungerechtfertigte Entlassung erhält Ageli nun zusätzlich 105.000 Pfund (rund 121.000 Euro).








Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.