Das BMW-Werk in Steyr hat am Mittwoch die zweite Produktionslinie für Elektromotoren in Betrieb genommen. Damit will man den Output deutlich erhöhen – er soll von 8.500 Stück im Jahr 2025 auf mehr als 100.000 heuer steigen.
Die erste Fertigungslinie für E-Motoren hatte im Sommer des Vorjahres, wie berichtet, die Serienproduktion aufgenommen. Etwas über 8500 E-Motoren für den BMW iX3 verließen 2025 das Werk in Steyr. Nun soll zum Einen die Stückzahl der ersten Linie erhöht werden, zudem nimmt die zweite Linie den Betrieb auf. „Zusätzlich zur Kapazitätssteigerung bietet diese neue Produktionslinie mehr Flexibilität für Antriebsvarianten“, erklärte Produktionsleiter Helmut Hochsteiner. Neben dem regulären Elektromotor der sechsten Generation werde auch eine Sport-Variante für BMW M produziert.
Insgesamt sechs Montagelinien
Die Produktionskapazitäten für Verbrennungs-Motoren bleiben von der Ausweitung des Elektro-Bereichs unberührt. Neben den beiden Produktionslinien für E-Motoren hat das Werk in Steyr damit weiter auch vier Montagebänder für Verbrenner. „Damit sind wir flexibel aufgestellt, um die Kundenwünsche in den weltweiten Märkten auch künftig bedienen zu können – egal, wie sich die Nachfrage entwickelt“, sagt Werksleiter Harald Gottsche.
Wasserstoff ab 2028
Damit bleibt BMW seiner Strategie treu: Die Verbrenner-Produktion war wichtig für die Finanzierung des Aufbaus der E-Motoren-Linie – und künftig will der Motorenbauer flexibel auf Nachfrageänderungen reagieren können. Der Standort in Steyr ist mit 4700 Beschäftigten das größte Motorenwerk des deutschen Autokonzerns. Insgesamt 1,2 Millionen Motoren werden hier pro Jahr produziert. Ab 2028 will BMW in Oberösterreich auch Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme in Serie herstellen. Wasserstoff spielt im Verkehr in Österreich – zumindest derzeit – noch keine Rolle.
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