Eltern schlagen Alarm

Pornos im Klassenzimmer: Projektwoche gestoppt

Ausland
15.04.2026 14:15

In einer Schule im deutschen Bundesland Sachsen sollen 14- bis 15-Jährige während einer Theaterprojektwoche pornografisches Material gesehen haben. Die beiden Kursleiterinnen wurden daraufhin gefeuert. Das Ministerium prüft den Fall.

Die Theaterwoche fand im März unter dem Thema „Mut“ in einer neunten Klasse der Oberschule in Schleife (Landkreis Görlitz) statt. Eine gemeinnützige Stiftung bot das geförderte Theaterprojekt an. Die beiden Kursleiterinnen aus Berlin stellten sich nach Informationen der „Bild“-Zeitung als „Paula und Alma“ vor. Unter anderem sollten im Theaterprojekt aktuelle politische Themen aufgearbeitet werden. Der Schulleiter soll sich vorher eine Projektskizze gezeigt haben lassen, alles sei unauffällig gewesen.

Bilder von Geschlechtsteilen
Doch bereits am ersten von fünf Tagen wurden die Leiterinnen nach wilden Protesten von Eltern von der Schule verwiesen. Sie sollen unter anderem Nahaufnahmen von männlichen Geschlechtsteilen und Bilder von Oralsex unter Männern aus dem Magazin „Queer Sex – Whatever the Fuck You Want“ gezeigt haben.

Eltern stellten Strafanzeige
„Am Nachmittag tauchten die Fotos im Elternchat auf“, berichtete die Elternsprecherin der Klasse. „Zudem gab es politische Aussagen anhand von Flyern. Das alles finden wir befremdlich.“ Warum die Pornofotos überhaupt gezeigt wurden, sei bis dato unklar. Laut „Bild“ haben mehrere Eltern Strafanzeige wegen Verbreitung pornografischer Inhalte an unter 18-Jährige gestellt.

Ministerium prüft
Das sächsische Kultusministerium prüft aktuell die Vorwürfe der Eltern. Ob die Verantwortlichen mit ihrem Handeln gegen Regularien des sächsischen Schulgesetzes verstoßen haben, sei Gegenstand der Prüfung, teilte das Landesamt für Schule und Bildung mit. Mit dem umgehenden Stopp des Projekts habe die Schulleitung zunächst gut reagiert. Der Schulleiter wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht äußern und verwies ans Kultusministerium. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) beschrieb den Vorfall als „ungeheuerlich“.

Schule ließ Schüler mit Kursleiterinnen allein
Lehrer schritten während der Präsentation der Bilder übrigens nicht ein, denn sie waren gar nicht anwesend. „Aufgrund des Lehrermangels greifen Schulen gern auf Projekte zurück, um den Unterrichtsausfall zu kompensieren. Es besteht keine Aufsichtspflichtverletzung nach Paragraf 16 Schulordnung, weil man die Aufsicht an pädagogische Personen abtreten kann“, erklärte das Landesamt für Schule und Bildung. Eine der beiden Projektleiterinnen sei ausgebildete Pädagogin.

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