Weniger Arbeitsplätze

„Klares Warnsignal“: Industrie schlägt Alarm

Wirtschaft
15.04.2026 13:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die österreichische Industrie schlägt Alarm! Vom Plus am Papier bleibt für die Unternehmen nichts mehr übrig, wenn man die Inflation herausrechnet. „Die Industrie steht auf wackeligen Beinen“, warnte Interessensvertreter Siegfried Menz – und das hat Folgen.

Nur ein ganz kleines Plus gab es 2025 bei den Aufträgen und der Produktion der heimischen Industrieunternehmen. Rechnet man die Teuerung heraus, schaut es allerdings düster aus, warnte Siegfried Menz, Obmann der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer. „Das ist ein klares Warnsignal für den Standort Österreich“, sagte er am Mittwoch.

Die Industrieunternehmen haben im Vorjahr Güter im Wert von insgesamt 209 Milliarden Euro hergestellt – ein Plus um drei Prozent zu 2024. Doch das kann laut Menz die Verluste aus den Vorjahren bei weitem nicht ausgleichen. Zu den Preisen von 2021 läge der Wert der 209 Milliarden nämlich nur noch bei rund 180 Milliarden Euro. Und auf diesem Niveau habe sich die Leistungsfähigkeit der Industrie auch 2025 wieder bewegt.

25.000 Arbeitsplätze weniger
Das wirkte sich auch auf den Arbeitsmarkt aus, 2025 ist die Anzahl der Stellen weiter geschrumpft. In den vergangenen beiden Jahren wurden insgesamt rund 25.000 Jobs abgebaut. Besonders deutlich fällt der Rückgang in der Metalltechnischen Industrie, der Fahrzeugindustrie sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie aus.

„Riesiger Kostendruck“
Menz und Bundesverbandsgeschäftsführer Andreas Mörk beklagten den „riesigen Kostendruck“. Die heimische Industrie kämpfe mit hohen Energiepreisen, hohen Lohn- und Lohnnebenkosten und immer mehr Regulierungen. Zusätzlich dazu sei die wirtschaftliche Lage aktuell extrem instabil.

Reihe an Forderungen an Regierung
Die Fachverbandsvertreter haben deswegen eine Liste an Forderungen an die Regierung. Sie wollen „die Senkung der Lohnnebenkosten, eine Entlastung bei den Energiepreisen sowie den Abbau bürokratischer Hürden“, erklärten die Interessensvertreter der Arbeitgeberseite.

„Der Handlungsbedarf und Lösungsvorschläge liegen mit der von der Bundesregierung beschlossenen Industriestrategie auf dem Tisch“, machten sie klar. „Jetzt braucht es rasch klare Entscheidungen, um den Industriestandort wieder zu stärken und Wachstum zu ermöglichen.“

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