Blaulicht und Aufregung in Wien: Rund einen Monat nach dem tödlichen Baustellenunglück in der Porzellangasse hat sich erneut ein schwerer Arbeitsunfall ereignet. Ein 35-jähriger Arbeiter stürzte auf einer Baustelle aus großer Höhe und erlitt schwerste Verletzungen. Das Areal wurde großräumig abgesperrt.
Zahlreiche Einsatzkräfte waren am Montagnachmittag in der Muthgasse auf einer Baustelle im Großeinsatz. Der Arbeiter dürfte nach Informationen von Berufsfeuerwehr und Berufsrettung in einem der oberen Stockwerke auf einer Holzverschalung gearbeitet haben und dabei mehrere Meter auf eine tiefer gelegene Plattform gefallen sein.
Der 35-Jährige stürzte laut einem Rettungssprecher „aus sehr großer Höhe“ von dem Gebäude in die Tiefe. Die Rettungskräfte waren nach der Alarmierung innerhalb von vier Minuten vor Ort, hieß es gegenüber der „Krone“.
Der genaue Ablauf des Geschehens ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Mann am Boden stabilisiert und intubiert
Der Mann musste noch vor Ort von der Rettung erstversorgt werden: Er wurde zunächst am Boden stabilisiert und intubiert, bevor ein Helikopter direkt an der Baustelle landete und ihn für den Abtransport ins Spital übernahm.
Areal großräumig abgesperrt
Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich vom Leopold-Ungar-Platz bis zur Muthgasse 48 großräumig ab, damit der Hubschrauber sicher landen und wieder starten konnte. Es handelt sich bei der Baustelle um ein sechsstöckiges Wohnbauprojekt.
Todesdrama um vier Arbeiter
Der Vorfall weckt dunkle Erinnerungen an einen der schwersten Arbeitsunfälle der vergangenen Jahrzehnte vor rund vier Wochen in der Porzellangasse. Damals stürzten bei einem Einsturz von Gerüstteilen und einer Schalung auf einer Baustelle große Teile der Konstruktion ein. Vier Männer zwischen 30 und 50 Jahren aus Serbien und Kosovo wurden unter den Betonmassen begraben und verloren dabei ihr Leben. Nur ein 45-Jähriger überlebte mit schwersten Verletzungen.
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