Auf Wiener Baustelle

Unter Betonmassen begraben: Vier Arbeiter tot!

Wien
17.03.2026 17:56

Schock, Aufregung und Blaulicht am Dienstag in Wien-Alsergrund: Beim Einsturz von Gerüstteilen und einer Schalung auf einer Baustelle wurden mehrere Arbeiter verschüttet. Einsatzkräfte arbeiteten unter Hochdruck daran, sich durch die Betonmassen zu den Opfern vorzukämpfen. Am späten Nachmittag dann die traurige Gewissheit: Vier Arbeiter kamen ums Leben, ein weiterer Mann wurde lebensgefährlich verletzt.

Gegen 14.30 Uhr kam es während Betonierarbeiten in einem Innenhof in der Porzellangasse zu dem tragischen Unfall. Martin Hofbauer, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr, bestätigt: „Im Zuge der Bauarbeiten im Innenhof stürzten Gerüst- und Schalungsteile sowie große Mengen an Beton in die Tiefe.“ Diese wurden im Zuge von Betonierungsarbeiten eingesetzt.

Einsatzkräfte von Arbeitern unterstützt
Laut Hofbauer stürzte bei dem Unfall die gesamte Konstruktion ein – samt den fünf Arbeitern, die sich darauf befanden. Bei der Bergung des Schwerverletzten unterstützten die anwesenden Bauarbeiter die mittlerweile eingetroffenen Einsatzkräfte.

Die Helfer mussten sich teils mit Werkzeug, teils mit Händen durch die Betonmassen graben, um sich Gewissheit zu verschaffen. 100 Einsatzkräfte und 30 Fahrzeuge waren vor Ort im Großeinsatz. 

Schock am Dienstag: Auf einer Baustelle in Alsergrund wurden Arbeiter verschüttet.
Schock am Dienstag: Auf einer Baustelle in Alsergrund wurden Arbeiter verschüttet.(Bild: zVg)
(Bild: Eva Manhart)
(Bild: Sandra Beck, Krone KREATIV)

Mann schwer verletzt geborgen
Eine Person konnte nach 90 Minuten geborgen werden. Es handelt sich dabei um einen 45 Jahre alten Arbeiter, er erlitt schwere Verletzungen im Bereich des Kopfes, der Wirbelsäule und an Händen und Armen. Das Opfer wurde von der Berufsrettung notfallmedizinisch versorgt und in den Schockraum gebracht. Stunden später gab es dann traurige Gewissheit: Vier weitere Personen kamen bei dem Unfall ums Leben.

Zuvor hatten Polizeifahrzeuge den Zugang zur Baustelle abgeriegelt, vermutlich um so den Abtransport der tödlich Verunfallten zu ermöglichen. Auch der Katastrophenhilfsdienst Wien war inzwischen am großräumig gesperrten Unfallort eingetroffen.

Schaulustige am Einsatzort
Dutzende Schaulustige, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler der französischen Schule „Lycée français de Vienne“, verfolgten am Nachmittag das Geschehen am Einsatzort. 

Feuerwehr, Rettung und Polizei befanden sich vor Ort.
Feuerwehr, Rettung und Polizei befanden sich vor Ort.(Bild: Sandra Beck)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)

Von Polizei und Arbeitsinspektorat werden nun noch Zeugen des Unglücks befragt, wie etwa der Kranfahrer, der bis ca. 17.30 Uhr in seinem Fahrzeug ausharren musste. Auch der überlebende Arbeiter werde befragt, sobald dies sein Zustand zulasse, sagte Polizeisprecher Philipp Haßlinger.

Die Porzellangasse wurde rund um die Unfallstelle komplett gesperrt. Rasch kam es zu Staus – ein Verkehrschaos zeichnete sich ab. 

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