Stimmen zum Derby

„Bitter“: Austrianer ärgern sich über „Niederlage“

Bundesliga
12.04.2026 21:07
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die Wiener Austria musste sich am Sonntag beim Wiener Derby gegen Rapid (1:1) letztlich über zwei verlorene Punkte ärgern. Hier lesen Sie die Stimmen zum Spiel.

Stephan Helm (Austria-Trainer): „Ich sehe es fast als Niederlage, weil wir so lange 1:0 geführt haben. In der zweiten Hälfte hat es eine Drangphase gegeben und noch zwei, drei Situationen, in denen wir Raum gehabt haben. Wenn wir das konsequenter zu Ende spielen, dann können wir 2:0 in Führung gehen. Aber auch Rapid hat seine Situationen gehabt. Schade, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren müssen. Mit der Leistung wäre mehr möglich gewesen.“

Manfred Fischer (Austria-Kapitän): „Das ist sehr, sehr bitter. Wir haben so lange 1:0 geführt, es eigentlich sehr gut wegverteidigt, auch wenn Rapid – in ungefährlichen Zonen – mehr Spielanteile gehabt hat. Außerdem haben wir super Kontersituationen gehabt. Offensiv sind wir in der zweiten Hälfte viel, viel dominanter aufgetreten. Wenn du sehr stabil verteidigst und mit einem langen Ball bestraft wirst, tut das richtig weh. Da müssen wir ansetzen, dass wir nicht mit einem Ball ausgehebelt werden.“

Johannes Hoff Thorup (r.) mit Stephan Helm
Johannes Hoff Thorup (r.) mit Stephan Helm(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Johannes Hoff Thorup (Rapid-Trainer): „Wir können uns nicht über einen Punkt beschweren, wenn wir so spät treffen. Es gab gute Dinge, aber auch nicht so gute Dinge. Der positive Aspekt ist, wie sehr wir die erste Hälfte kontrolliert haben. Da haben wir ein Spiel gehabt, so wie wir es wollten. Das Tor, das wir bekommen haben, hat viel verändert. Natürlich sollten wir diese Fehler abstellen. Wir müssen aber auch mit ein bisschen Risiko spielen, um ein Spiel so zu kontrollieren. In der zweiten Hälfte wollten wir offensiver sein, direkter. Wir haben aber den Rhythmus verloren. Wir haben nicht die Anzahl an Chancen herausgespielt, die wir wollten. Derbys sind immer eng, es ist so viel Intensität drinnen. Niemand hat damit gerechnet, dass ein Team hier 3:0 oder 4:0 gewinnt.“

(Bild: Kronen Zeitung)

Ercan Kara (Rapid-Torschütze): „Wir haben probiert, spielerisch gute Akzente zu setzen. Mit dem Tor sind wir ein bisschen aus dem Konzept gekommen, da hat sich die Austria gut hingestellt und gut dagegengehalten. Wir haben dann ein bisschen was geändert und sind verdient zum Ausgleich gekommen. Den Punkt nehmen wir mit.“ Zu seinem Kopfball-Tor: „Ich glaube, einfach war er nicht. Ich habe gesehen, dass der Tormann draußen war. Es passiert in einer Millisekunde, dass du da reagierst. Dass er dann so schön reingeht – in der einen Sekunde, in der er drübergeflogen ist, ist die Welt kurz stehengeblieben für mich.“

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