In Tirol spitzt sich die Lawinensituation noch einmal dramatisch zu: Ab Montag gilt in mehreren Regionen die zweithöchste Warnstufe. Experten schlagen Alarm. Wintersportler sollen besonders vorsichtig sein und steiles Gelände meiden.
Die anhaltende Durchnässung der Schneedecke in Kombination mit angekündigten Niederschlägen sorgt für eine heikle Lage in den Bergen. Regen bis auf rund 2500 Meter Höhe lässt die Gefahr von Nassschneelawinen massiv ansteigen. Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol ruft daher für Teile des südlichen Nordtirols und nördlichen Osttirols die Lawinenwarnstufe 4 („große Gefahr“) aus.
Die Lawinensituation ist gefährlich. Steilgelände über 30 Grad sollten gemieden werden. Lawinen können in kanalisierten Sturzbahnen bis ins Grüne vorstoßen.

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair
Bild: Johanna Birbaumer
Auch in Osttirol erhebliche Gefahr
Betroffen sind unter anderem die Weißkugelgruppe, die Gurgler Gruppe sowie Teile der Stubaier und Zillertaler Alpen. Auch in der Venediger- und Glocknergruppe wird die Situation kritisch. In weiten Teilen Nord- und Osttirols bleibt die Gefahr zudem auf Stufe 3 („erheblich“).
Lawinen bis weit ins Tal möglich
Sicherheitslandesrätin Astrid Mair warnt eindringlich: Die Lage sei ernst, Zurückhaltung im freien Gelände unbedingt erforderlich. Vor allem Hänge mit mehr als 30 Grad Neigung sollten gemieden werden. Besonders tückisch: Lawinen können derzeit auch weit ins Tal vorstoßen und sogar grüne Flächen erreichen – Gefahr besteht also auch abseits klassischer Risikozonen.
Auch Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst erklärt die brisante Entwicklung: „Das tief in die Schneedecke eindringende Wasser führt zur Schwächung der grobkörnigen Schwachschichten aus dem Frühwinter. Die Auslösebereitschaft von feuchten Lawinen steigt damit an“, so der Experte.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Mit sinkenden Temperaturen in der Nacht auf Dienstag könnte sich die Lage allmählich entspannen. Bis dahin gilt jedoch höchste Vorsicht.
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