Drama vor Sizilien
75 Flüchtlinge nach Schiffsunglück vermisst
Die bisherigen Ermittlungsergebnisse würden darauf hindeuten, dass "rund 70 Personen nach dem Unglück vermisst sind", erklärte der Staatsanwalt der sizilianischen Stadt Catania, Giovanni Salvi. "27 konnten gerettet werden." Wahrscheinliche Ursache für das Unglück, das sich "in den vergangenen Tagen" ereignet hatte, waren demnach das schlechte Wetter sowie der Umstand, dass das Schlauchboot mit 102 Personen an Bord völlig überfüllt gewesen sei.
Die italienische Marine brachte allein am vergangenen Wochenende mehr als 5.000 Bootsflüchtlinge in Sicherheit, die über das Mittelmeer in Richtung Europa unterwegs waren. Damit stieg die Zahl der Migranten, die in diesem Jahr aus Nordafrika kommend in Italien eintrafen, auf mehr als 63.000.
Nachdem im Jahr 2013 bei verschiedenen Flüchtlingsdramen mehr als 400 Menschen ertranken, hat die italienische Marine die Operation "Mare Nostrum" gestartet, mit der ein rechtzeitiges Auffinden Schiffbrüchiger gewährleistet werden soll.
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