Die eingeschleppte Pflanze ist in den Gärten beliebt – und breitet sich aus. Leider stellt sie ein Problem für die Natur dar.
Eine wenig schmeichelhafte „Auszeichnung“ wurde heuer dem Kirschlorbeer zuteil: Der Naturschutzbund wählte ihn zum „Neophyten des Jahres“. Der immergrüne Strauch gehört zu den eingeschleppten Arten, wie auch der Japanknöterich oder das Himalayaspringkraut. In den Gärten erfreut er sich – leider – großer Beliebtheit. Für die Natur stellt er allerdings ein Problem dar, warnt der Grünen-Klubobmann Wolfgang Spitzmüller anlässlich des „Tags der Pflanze“, heute, Montag.
Heimische Arten verdrängen
„Wir sehen in unseren Naturräumen – etwa in der Willersdorfer Schlucht – zunehmend, dass solche Pflanzen heimische Arten verdrängen. Das liegt auch daran, dass sie sehr dichte Bestände bilden.“ Er ruft daher dazu auf, keine problematischen Pflanzen mehr zu setzen und diese schrittweise zu ersetzen. Das gelte besonders für Gemeinden und Wohnbaugenossenschaften.
Heimische Arten als Ersatz
Als Ersatz empfiehlt er heimische Arten wie Schlehe, Roter Hartriegel, Kornelkirsche oder Hainbuche. „Diese wurden über lange Zeiträume in komplexe ökologische Beziehungen eingebunden und sind Teil eines funktionierenden Netzwerks der Natur“, erklärt Spitzmüller.
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