Ein neuer Radweg sowie die Umgestaltung der Prager Straße führte zu einer neuen Einbahnregelung. Das stört nicht nur Autofahrer, die einen großen Umweg auf sich nehmen müssen, sondern auch Anrainer und Geschäftstreibende.
Im Rahmen der Radwegeoffensive wurden in Floridsdorf etliche Projekte umgesetzt. Etwa ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg in der Floridsdorfer Hauptstraße, auch die Prager und Angerer Straße erhielten Radverbindungen.
Weniger Parkplätze
Doch das freut nicht alle, denn im Zuge dessen fielen nicht nur Parkplätze weg, auch neue Einbahnen wurden umgesetzt. Das regt vor allem in der Prager Straße auf, wo der Abschnitt zwischen Stryeckgasse und Herman-Bahr-Straße zur Einbahnstraße wurde.
„Dadurch ist es nicht mehr möglich, vom Spitz die Prager Straße stadtauswärts bis zur Auffahrt auf die Nordbrücke zu fahren. Und wir reden da über eine Strecke von 180 Metern“, schildert Gemeinderat Thomas Kreutzinger (FPÖ). Für die Autofahrer bedeute das einen Umweg von rund 2000 Metern.
Spürbare Umsatzeinbußen
„Weder die Geschäftstreibenden noch die Anrainer profitieren davon, wenn sie nun den Verkehr einer Bundesstraße direkt vor der Nase haben“, so Kreutzinger. Für die Unternehmen in der Prager Straße bedeutet das auf diesem Abschnitt zudem, dass ihre Erreichbarkeit jetzt zusätzlich beeinträchtigt ist. Mehrere Geschäftsleute klagen über spürbare Umsatzeinbußen seit Einführung der Einbahnregelung, hinzu kommt, dass kaum Parkplätze zur Verfügung stehen.
Höhere Verkehrssicherheit
Von der zuständigen MA 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau) heißt es dazu: „Die Einbahnregelung wurde in Abstimmung mit dem Bezirk umgesetzt. Im Rahmen der Umgestaltung wurde die Aufenthaltsqualität in der Prager Straße verbessert, indem neue Grünflächen geschaffen und 21 neue Bäume gepflanzt wurden.“ Und: Laut Stadt sorge die Einbahnführung für zusätzliche Verkehrsberuhigung und somit für eine Erhöhung der Verkehrssicherheit. Das sehen die Anrainer, durch deren Wohnstraßen aufgrund der Einbahn inzwischen vermehrt Autos fahren, wohl anders.
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