Die SPÖ wirft der Vorarlberger Landesregierung vor, in Sachen Altersarmut Ignoranz an den Tag zu legen und fordert umgehend ein tragfähiges Konzept zur Einsamkeitsbekämpfung.
Vorarlbergs Sozialdemokraten rücken das Thema Alterseinsamkeit in der kommenden Landtagssitzung in den Fokus der Aufmerksamkeit. „Rund ein Fünftel der Vorarlberger Bevölkerung ist 65 Jahre oder älter, knapp ein Drittel davon lebt allein. Die Zunahme der Einpersonenhaushalte betrifft dabei vor allem ältere Frauen. Alterseinsamkeit ist somit auch in besonderem Ausmaß ein Frauenthema,“ erklärt SPÖ-Chef Mario Leiter. Es brauche daher langfristige Lösungsansätze, an denen es derzeit in Vorarlberg noch fehle. „Es gibt zwar eine Vielzahl an Programmen, aber einen konkreten Plan gegen Alterseinsamkeit gibt es eben nicht.“ Das will Leiter ändern.
Kritisch sieht er in diesem Zusammenhang, dass das Land keine Datenerhebung zum Thema Alterseinsamkeit mache. Die Wirkung der bestehenden Maßnahmen und Angebote werde derzeit in keiner Weise gemessen. Die schwarz-blaue Landesregierung wisse also nicht, wie viele Menschen in Vorarlberg konkret von Alterseinsamkeit betroffen sind und welche der derzeitigen Angebote wirklich ankommen und wirken. Der Plan der Sozialdemokraten sieht vor, eine verbindliche Gesamtstrategie zu entwerfen. Diese müsse bestehende Angebote bündeln, deren Wirkung evaluieren und stärker auf besonders betroffene Gruppen eingehen, also etwa auf Frauen. Zudem dürfe sich das Land nicht dauerhaft auf den Einsatz Ehrenamtlicher verlassen, sondern müsse selbst tätig werden.
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