Mo, 16. Juli 2018

Demokratie gefordert

02.07.2014 08:15

Hunderte Festnahmen bei Demonstration in Hongkong

Bei prodemokratischen Protesten in Hongkong sind am Mittwoch in den frühen Morgenstunden 511 Teilnehmer festgenommen worden, die sich einen Tag nach der größten Demonstration seit einem Jahrzehnt in der chinesischen Metropole zu einem Sit-in versammelt hatten. An der Großdemonstration hatten am Dienstag laut Organisatoren 510.000 Menschen teilgenommen. Die Polizei sprach hingegen von lediglich 92.000 Teilnehmern.

Wegen "Behinderung und Gefährdung von Verkehrsteilnehmern" sowie Teilnahme an einer unerlaubten Versammlung wurden die Demonstranten am Mittwochmorgen von Polizisten festgenommen, in Busse getragen und abtransportiert.

Hunderttausende demonstrieren für Demokratie
Am Dienstag hatten Hunderttausende Menschen mit Bannern und Sprechchören in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen eine Beschneidung ihrer Freiheitsrechte durch die kommunistische Führung demonstriert. Die Demokratiekundgebung in Hongkong findet seit der Übergabe der früheren britischen Kolonie an China im Jahr 1997 jedes Jahr am 1. Juli statt.

In den vergangenen Tagen hatten sich zum Ärger Pekings knapp 800.000 Einwohner Hongkongs und damit fast ein Viertel der Wahlberechtigten an einer informellen Volksabstimmung über mehr Demokratie beteiligt. Hongkong genießt seit der Rückgabe an die Volksrepublik China einen besonderen Autonomiestatus. Dieser gewährt Bürgerrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit, demokratische Wahlen sind allerdings nicht erlaubt.

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