Gut und günstig

Krisensichere Rezepte aus Großmutters Zeiten

Salzburg
12.04.2026 10:30

Aus nur wenigen Zutaten, die vor unserer Haustüre warten, lassen sich längst vergessene Klassiker der Salzburger Küche zaubern. So lässt sich der steigenden Inflation rund um den Iran-Krieg zumindest teilweise entkommen – und dabei auch noch die Tradition pflegen.

Der Iran-Krieg hinterlässt auch in Österreich Spuren: Steigende Lebensmittelpreise sind nur eine Frage der Zeit, die „Krone“ berichtete. Teure Energie, unsichere Lieferketten und Preissprünge bei Rohstoffen bekommen Konsumenten an den Kassen zu spüren.

Dabei liegt das Gute so nah. Wer heimische Produkte ab Hof kauft, kann den Preisschock zumindest teilweise eindämmen. Zubereiten lassen sich damit eine Vielzahl an einfachen und preiswerten Rezepten. Angelika Wirnsperger vom Lungauer Kochwerk hat der „Krone“ ihre Tipps und Tricks verraten.

Die „Hasenöhrl“
Die „Hasenöhrl“(Bild: Roland Holitzky)

Speisen kosten teils unter einem Euro pro Portion
„Für die sogenannte ,Milch-Fafl’ braucht man nur Milch, Weizenmehl, Wasser und Salz“, erklärt Wirnsperger. Das Mehl wird mit Wasser und Salz angerührt und anschließend in die heiße Milch eingerührt. Es bilden sich Klümpchen, die für die Struktur der Speise sorgen. Für unter einen Euro Wareneinsatz wird man mit der „Milch-Fafl“ lange satt.

Rezept: Rahmkoch

Zutaten

• 500 g Butter

• 500 g Weizenmehl

• 120 ml Schlagobers

• 150 g Zucker

• 1 Pkg. Vanillezucker

• Zimt, Rosinen

• 2-4 EL Rum

Zubereitung

Butter zerlassen, Mehl und Schlagobers 20-30 Minuten einrühren. Restliche Zutaten zugeben und in der Rehrückenform kalt stellen.

Tipp: Geduld beim Rühren! 

Lungauer Klassiker: Rahmkoch
Üppig kommt auch dieser Lungauer Klassiker daher: der Rahmkoch, Rezept siehe rechts. Früher wurde dieser vor allem auf den Almen von Sennerinnen und Sennern zubereitet. Hergestellt wurde er aus Zutaten, die auf der Alm verfügbar waren. Butter, Weizenmehl, Schlagobers und Zucker bilden die Grundbasis der Lungauer Spezialität. Kleiner Tipp von Angelika Wirnsperger: Beim Rühren sollte man Geduld mitbringen. Anschließend die Masse in eine Rehrückenform gießen und rund 24 Stunden erkalten lassen.

Rezept: Hühnersteigen

Zutaten

• 500 g Mehl

• 1 Prise Salz

• Anis (bei Bedarf)

• 4 Eier

• 40 g Butter

• 280 ml Milch

Zubereitung

Trockene Zutaten mischen, Eier dazu, Butter schmelzen, Milch dazu und leicht anwärmen, zusammengeben und zu Teig kneten. Ausrollen, in Stücke teilen und in Butterschmalz ausbacken.

Tipp: Beidseitig ausbacken 

Wer weniger Geduld mitbringt, der sollte Hasenöhrl mit Sauerkraut ausprobieren. Aus nur vier Zutaten besteht die Hauptspeise. Mehl, Salz, Butter und Milch werden benötigt. In der heißen Milch wird Butter geschmolzen, Mehl und Salz hinzugefügt und verkneten. Teig nicht rasten lassen, mit einem Nudelholz circa 1-2 Millimeter dick ausrollen. Mit einem Teigrad werden Rechtecke zugeschnitten. Im heißen Fett werden die Eckerl herausgebacken und anschließend noch warm mit Sauerkraut serviert und verspeist.

Simon verkostet „Milch-Fafl“
Simon verkostet „Milch-Fafl“(Bild: Roland Holitzky)

Für den süßen Hunger empfiehlt Angelika Wirnsperger „Hühnersteigen“ oder „arme Ritter“. Letzterer wurde früher aus altem Brot gemacht. Gefüllt werden die Brotscheiben mit Marmelade, anschließend in Ei getaucht und danach ausgebacken. Wer noch mehr krisensichere, traditionelle Klassiker kennenlernen will, der kann sein Wissen bei Kochkursen des Lungauer Kochwerks erweitern.

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