Energieleitbild 2040

Pinzgau will auf jeden Tropfen Wasserkraft setzen

Salzburg
10.04.2026 06:00

Die 28 Pinzgauer Gemeinden präsentieren ihr Energieleitbild bis 2040. „Es ist ein Gebot der Stunde, dass wir uns vernetzen“, so die Ortschefs. Es gibt ein Bündel an Maßnahmen: vom Bewässern mit Regenwasser bis zu Energiegemeinschaften. Mehr Zusammenhalt will man bei schwierigen Diskussionen wie etwa rund um Windkraft.

Die Energieziele liegen im Pinzgau auf dem Tisch. Die Gemeinden haben für sich selbst ein Leitbild erstellt. Die Ziele: Konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien, nachhaltige Mobilitätsangebote und die Stärkung der Wirtschaft in der Region. Was auf den ersten Blick eher theoretisch klingt, ist ein Bündel aus vielen Einzelmaßnahmen. „Wir unterstützen uns jetzt gegenseitig, auch wenn zum Beispiel Windkraftbetreiber vor der Tür stehen“, spricht die Brucker ÖVP-Bürgermeisterin Barbara Huber die jüngere Vergangenheit in der Gemeinde an.

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Es kommt auch auf viele kleine Maßnahmen an. Wir bewässern in öffentlichen Anlagen nur noch mit Regenwasser.

Barbara Huber, ÖVP-Bürgermeisterin von Bruck

Beim Fuhrpark setzen die Ortschefs vor allem auch auf mehr E-Antrieb: Michael Obermoser (Wald), ...
Beim Fuhrpark setzen die Ortschefs vor allem auch auf mehr E-Antrieb: Michael Obermoser (Wald), Barbara Huber (Bruck), Günther Brennsteiner (Niedernsill) und Erich Rohrmoser (Saalfelden).(Bild: Sabine Salzmann)

Das Vorhaben am Schafkopf ist mittlerweile vom Tisch. Diskussionen will man sich künftig stellen, generell aber vor allem Wasserkraft fördern. „Es gilt, jeden Tropfen auszuschöpfen“, meint Michael Obermoser, ÖVP-Bürgermeister in Wald und Obmann im Regionalverband Oberpinzgau. 120 Kleinwasserkraftwerke gibt es im Bezirk bereits. Es sollen noch mehr werden. Bei Photovoltaik-Anlagen positionieren sich die Bürgermeister so: „Dächer haben Vorrang, größere Anlagen höchstens auf versiegelten Flächen wie Parkplätzen.“

In der Energiegewinnung boomen auch Zusammenschlüsse. „Wir sind gerade dabei, eine gemeindeinterne Energiegemeinschaft zu gründen“, erzählt der Saalfeldner SPÖ-Stadtchef Erich Rohrmoser.

Und nicht zuletzt werden die Fuhrparks umgestellt. In Bruck gibt es mit den beiden E-Fahrzeugen gute Erfahrungen. Und Saalfelden setzt bei einem neuen Müllauto auf Dieselersatz aus Speisefett.

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