Am Freitag präsentierte Bundesministerin Claudia Bauer die aktuellen Zahlen zum Zivildienst. „Die Entwicklung ist klar: Es gibt deutlich weniger junge Männer als noch vor einigen Jahren, gleichzeitig wird unsere Gesellschaft älter – und der Bedarf an Unterstützung steigt“, erklärte die Ministerin.
Der Spielraum für die Verantwortlichen der Einrichtungen, in denen Zivildiener tätig sind, werde damit spürbar enger. Bauer plädierte daher für eine Verlängerung des Zivildienstes auf zwölf Monate. Voraussetzung sei, aber, dass auch die Wehrpflicht verlängert werde. „Der Zivildienst ist eine tragende Säule unseres Sozialsystems. Es geht nun um die zentrale Frage, wie wir diese tragende Säule aufrechterhalten und genügend helfende Hände im Pflege- und Sozialbereich haben.“
Bedarf in Vorarlberg etwas gesunken
Was die Zivildiener im Ländle angeht, sei der gemeldete Bedarf der Einrichtung im ersten Quartal 2026 (188) gegenüber den ersten drei Monaten 2025 (233) etwas gesunken. Gab es 2025 noch 185 Zuweisungen, waren es im ersten Quartal dieses Jahres 173 Zuweisungen. Die Bedarfsdeckung stieg damit um rund 12,6 Prozent von 79,4 auf 92 Prozent. Aktuell sind 730 Zivildiener in Vorarlberg im Dienst, davon 223 im Rettungswesen, 214 in der Sozial- und Behindertenhilfe sowie elf in der Altenbetreuung.
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