Bereits mehrfach hat US-Präsident Donald Trump den Wunsch nach der Übernahme Grönlands geäußert. Doch die Insel ist davon gar nicht begeistert.
Er vertrete eine stolze Nation, die sich für die Aufrechterhaltung der globalen Ordnung einsetze, sagte Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir sind nicht irgendein Stück Eis.“
Die 57.000 Einwohner der Insel arbeiteten jeden Tag als gute Weltbürger mit großem Respekt vor allen Verbündeten. Wichtig sei es, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaute Weltgemeinschaft mit einem respektierten Verteidigungsbündnis und internationalem Recht zu erhalten. Diese Werte würden nun infrage gestellt, weshalb alle Verbündeten zusammenstehen sollten.
Trump auch auf NATO sauer
Trump hatte am Mittwoch im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg seinen Unmut über das westliche Militärbündnis NATO geäußert. Das Bündnis sei nicht da gewesen, als man es gebraucht habe, erklärte der US-Präsident. Zudem erinnere er sich noch an Grönland, das er als „großes, schlecht geführtes Stück Eis“ bezeichnet habe. Die größte Insel der Erde verfügt über reiche unerschlossene Bodenschätze. Bis 1953 war Grönland eine dänische Kolonie und hat seitdem weitgehende Autonomie erlangt, ist aber immer noch Teil Dänemarks.
Bereits Anfang 2025 hatte Trump seinen Willen geäußert, Grönland zu einem Teil der USA zu machen und damit das westliche Militärbündnis NATO in eine schwere Krise gestürzt. Denn Dänemark ist wie die USA Mitglied der NATO. Zudem hat Trump mehrfach mit dem Gedanken gespielt, die NATO-Mitgliedschaft aufzukündigen. In der NATO gibt es die Beistandspflicht nur im Falle eines Angriffs. Da die USA gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen haben und damit den Krieg auslösten, greift nach den NATO-Statuten daher der Bündnisfall nicht.
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