Der milliardenschwere Kampf um Fördertöpfe und Vergabehöhen in der EU tobt. Stabile Perspektiven und Planbarkeit statt bürokratischer Hürden und die Entwicklung fordern Österreichs Jungbauern. Sie übergaben Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig ein Forderungspapier. Er versprach, sich für die Landwirte starkzumachen.
Wenn die EU-Kommission Fördertöpfe umschichtet und damit auch besiegelt, dass heimische Bauern weniger Förderungen bekommen, betrifft es Niederösterreich besonders. Denn das Land zählt als die Kornkammer Österreichs.
Große Sorgen macht man sich da auch um den Nachwuchs. „Wer von Versorgungssicherheit, regionaler Produktion und einer starken Landwirtschaft spricht, muss dafür sorgen, dass die nächste Generation faire Chancen bekommt“, meint Bauernbund-Jugendsprecherin Viktoria Hutter, die Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig ein 13-seitiges Forderungspapier überreichte – ganz unter dem Motto: neue Perspektiven statt bürokratischer Hürden.
Drastischer Rückgang bäuerlicher Betriebe
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe im Land ging in den letzten 30 Jahren drastisch zurück: Waren es 1995 noch mehr als 57.500 Betriebe, sank die Anzahl etwa zehn Jahre später auf unter 40.000. Im Jahr 2023 gab es bereits weniger als 27.000 Bauernhöfe. Gleichzeitig wächst die Agrarfläche pro Betrieb kontinuierlich. Laut NÖ-Landwirtschaftskammer gibt es etwa 400 Anträge auf „Erstniederlassung“ pro Jahr. Bisher konnten die das Bauernsterben im weiten Land nicht aufhalten.
In dem Forderungspapier werden unter anderem leichtere Hofübernahmen, mehr Unterstützung für Junglandwirte und faire Wettbewerbsbedingungen für Importe gefordert. Speziell für alle Erzeugnisse aus Drittstaaten sollen gleiche Produktions-, Umwelt- und Sozialstandards verbindlich gelten. „Unsere Bauern benötigen Perspektiven, Stabilität und Planbarkeit. Auf EU-Ebene kämpfe ich für ein stabiles und ausreichend dotiertes Agrarbudget. Kürzungen sind für mich nicht akzeptabel“, versprach Minister Totschnig, sich dafür einzusetzen.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.