Ex-Häftling gefährlich

Cobra-Zugriff! Frauenmörder verpfeift Waffendealer

Österreich
08.04.2026 16:55

42 Stiche mit einem Schraubenzieher und drei Schüsse aus einer illegal gekauften Neun-Millimeter-Pistole – durch diese „Übertötung“ wurde das Leben einer vierfachen Mutter in Niederösterreich durch den Ehemann geradezu vernichtet. Im Verhör verriet der Frauenmörder jetzt seinen Waffenhändler. Weil der Ex-Häftling als hochgefährlich gilt, gab es einen nächtlichen Cobra-Einsatz!

Es sind solche Geschichten, die einen sprach- und ratlos zurücklassen. Seit 2019 getrennt, soll der Noch-Ehemann trotzdem immer wieder seine Ehefrau und Mutter von vier gemeinsamen Kindern verfolgt haben. Stand plötzlich vor dem Arbeitsplatz oder im Garten des schmucken Einfamilienhauses in Sooß. Sieben Jahre lang, bis es jetzt zur Gewaltexplosion kam ...

Mordverdächtiger machte oft verwirrten Eindruck
Oft machte er bei seinen „Besuchen“ einen äußerst verwirrten Eindruck, ein stetiger Drogen- oder Medikamentenmissbrauch steht im Raum. Die Wahnsinnstat selbst – laut seinen Aussagen, um die Kinder vor der schwarzen Magie seiner Frau zu retten – war freilich eiskalt geplant. Der 47-Jährige kaufte dafür am Schwarzmarkt in Wiener Neustadt eine Pistole der Marke „Beretta“ samt Magazin.

Derart bewaffnet, ging der Verdächtige am vergangenen Ostersonntag wieder einmal zu seinem ehemaligen Zuhause. Ahnungslos ließ die 38-Jährige ihren Tod herein. Denn der Frauenmörder eröffnete gleich das Feuer. Zwei Schüsse trafen sein Opfer in Kopf und Arm, einer ging daneben. Mit einem Schraubenzieher stach er noch exakt 42-mal auf die Sterbende ein!

Nach dem Frauenmord im Garten dieses schmucken Einfamilienhauses verriet der verdächtige Ehemann ...
Nach dem Frauenmord im Garten dieses schmucken Einfamilienhauses verriet der verdächtige Ehemann den Verkäufer seiner illegalen Beretta-Pistole (Symbolbild). Die Polizei-Eliteeinheit Cobra verhaftete daraufhin den gefährlichen Ex-Häftling.(Bild: Krone KREATIV/Doris Seebacher, Patrick Huber, stock.adobe.com)

Dem eigenen Sohn erzählte er, ein „Phantom“ habe die Mutter getötet
Dann schleifte der frühere Maschinenführer eines Molkereiunternehmens die Leiche in den Garten und bedeckte sie mit Grasschnitt. Dem 13-jährigen heimkommenden Sohn tischte er die Geschichte von einem „Phantom“ auf. Das Lügenkonstrukt brach freilich rasch zusammen. Was bleibt, sind vier Kinder im Teenageralter, die durch die Bluttat nicht nur ihre Mutter, sondern auch den Vater durch die drohende lebenslange Haftstrafe verloren haben.

Waffenhändler schoss schon Türsteher nieder
Indes führten Nachforschungen zu der illegalen Tatpistole die Mordgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich auf die Spur eines selbst schwer kriminellen Waffenhändlers. Der Frauenmörder hatte seinen Dealer in weiteren Einvernahmen verpfiffen, dieser habe zudem gewusst, was er vorhabe. Der 44-jährige Verdächtige saß schon fast die Hälfte seines Lebens – insgesamt 18 Jahre – für ein Schussattentat auf einen Türsteher hinter Gittern, kam erst vor einigen Monaten wieder frei.

Beschuldigter Ex-Häftling gibt sich als Unschuldslamm
Aufgrund der Gefährlichkeit des altbekannten „Häfenbruders“ rückte die Polizei-Elitetruppe Cobra an. In der Nacht zum Mittwoch hieß es dann Zugriff. Die selbst mit Sturmgewehren schwer bewaffneten Beamten stürmten die Wohnung der Zielperson in Wiener Neustadt.

Der mit allen Wassern gewaschene Waffenhändler dreht jetzt freilich den Spieß um und gibt an, dass ihm der Frauenmörder selbst die Pistole verkaufen wollte, er aber ablehnte. Mit illegalen Schusswaffen habe er jedenfalls nichts am Hut. Nun droht beiden verhafteten Verdächtigen – dem einen für Mord, dem anderen für Beihilfe – lebenslange Haft.

Zitat Icon

Mein Mandant hat umfassend kooperiert und mit seiner Aussage zur Festnahme des verdächtigen Waffenhändlers beigetragen.

Arbacher-Stöger vertritt den Mordverdächtigen

Im zweiten spektakulären Fall um einen zweifachen Frauenmörder, der in Graz und der Schweiz seine Opfer durch insgesamt 175 Stiche mit zwei Messern und einer Schere tötete, wird dem gebürtigen Rumänen diesen Freitag in der Schweiz der Prozess gemacht. Zu Lebenslang könnten noch 18 Jahre hinzu kommen.

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