Raketen auf Israel:
Strandgäste entgehen Tragödie um wenige Meter
Mindestens zwei Geschosse der pro-iranischen Hisbollah sind nahe dem Strand von Nahariya im Norden Israels im Meer eingeschlagen. Die anwesenden Strandbesucher flohen in Richtung Landesinnere.
Auf Videos ist zu sehen, wie mindestens zwei Projektile nur wenige Meter vom Strand ins Wasser fallen. Verletzt wurde bei dem Vorfall laut israelischem Innenministerium niemand.
Video: Raketeneinschläge nur wenige Meter vom Strand entfernt
Hisbollah bestätigte Angriff
Die Hisbollah-Miliz aus dem Libanon bestätigte den Angriff. Ziel sollen Kasernen der israelischen Armee in Shomera und Ya’ara gewesen sein. Die Unterkünfte befinden sich nur wenige Kilometer vom Strand entfernt. Die israelische Armee erklärte, es sei eine „Infiltration durch ein feindliches Luftfahrzeug“ registriert worden, das aus dem Libanon gekommen sein soll. Der Strand und die Kasernen liegen unweit der israelisch-libanesischen Grenze.
Gefechte trotz vereinbarter Waffenruhe
Trotz einer seit April vereinbarten Waffenruhe kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen Israel und der Hisbollah. Die pro-iranische Miliz erkennt die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon nicht an. Seit März soll die Hisbollah bei ihren Angriffen immer häufiger auf günstige Glasfaserdrohnen setzen und damit Israels teure Luftverteidigung überrumpeln.
Israel rückt immer weiter in den Südlibanon vor
Israels Armee rückte in den vergangenen Tagen dagegen immer weiter in den Süden des Libanon vor. Im Rahmen einer Bodenoffensive nahm sie die Burg Beaufort ein. „Wir sind vereint, entschlossen und stärker denn je zurückgekehrt“, kommentierte Regierungschef Benjamin Netanyahu die Einnahme. Zugleich riefen die israelischen Streitkräfte zur Evakuierung sämtlicher libanesischer Gebiete südlich des Flusses Zahrani auf.
Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam warf Israel vor, den südlichen Libanon weitreichend zu zerstören. Israels Angriffe seien ein „Versuch, die Geschichte auszuradieren“, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge. Die Kosten des Kriegs seien für die Libanesen immens. Das Land dürfe nicht zum „Faustpfand“ in regionalen Konflikten werden.
Washington versucht einzuwirken
Die USA haben nach den Worten eines Regierungsvertreters im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon darauf gedrängt, dass die pro-iranische Miliz all ihre Angriffe auf Israel einstellt. „Im Gegenzug würde Israel von jeglicher Eskalation in Beirut absehen“, sagte der US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Hisbollah fordert, dass Israel zuerst die Angriffe einstellt.










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