„Umdenken“ gefordert

Arbeitslosigkeit steigt weiter: 378.000 ohne Job

Wirtschaft
01.06.2026 09:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die schwache Konjunkturentwicklung belastet weiter den Arbeitsmarkt. Besonders betroffen sind Frauen und Ältere. Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) fordert deswegen von den Betrieben „ein Umdenken“.

Ende Mai waren über 378.000 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 0,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent, wie das Sozialministerium am Montag mitteilte.

167.000 offene Stellen
Die Bestandszahl der beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen sank Ende gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf rund 79.000. Der ÖVP-Wirtschaftsbund erfasst in seinem Stellenmonitor alle Online-Jobportale und verzeichnete 167.000 offene Stellen in Österreich.

Mehr Frauen ohne Job
Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöhte sich im Mai um fünf Prozent, während die Arbeitslosigkeit der Männer mit minus 0,7 Prozent leicht rückläufig ist. In vielen Unternehmen gibt es Vorbehalte gegen die Einstellung von Personen kurz vor dem Pensionsantritt. Das erschwert vor allem für Frauen ab 60 den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.

Arbeits- und Sozialministerin Schumann fordert von den Betrieben „ein Umdenken“ bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: „Ältere Arbeitssuchende müssen vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Chance auf einen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben haben“, so Schumann in einer Aussendung. Zugleich stellte sie in Aussicht, dass die Regierung arbeitsmarktpolitisch gegensteuern und gezielt in Angebote für Ältere investieren werde.

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