Ungarns Premierminister Viktor Orbán hat einem Medienbericht zufolge dem russischen Präsidenten Wladimir Putin umfassende Unterstützung zugesagt – und dabei einen ungewöhnlichen Vergleich gewählt: Er stellte sich selbst als Maus dar, die einem Löwen hilft.
Laut einem Transkript eines Telefonats Mitte Oktober, das die Nachrichtenagentur Bloomberg veröffentlichte, erklärte Orbán , er könne Putin „auf jede erdenkliche Weise“ helfen. Unter anderem bot der ungarische Regierungschef die Ausrichtung eines Gipfeltreffens zur Beilegung des Ukraine-Kriegs in Budapest an.
Putin: Ungarn vielleicht einzig akzeptabler Ort für Treffen
Orbán bezeichnete Putin in dem Gespräch als Freund und betonte seine Bereitschaft: „Ich bin sofort bereit zu helfen. In jeder Angelegenheit, in der ich behilflich sein kann, stehe ich zu Ihren Diensten.“
Putin entgegnete demnach, Ungarn sei „vielleicht das einzige europäische Land, das ein akzeptabler Ort“ für ein mögliches Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei.
Budapest und Moskau reagierten noch nicht
Die ungarische Regierung und das Präsidialamt in Moskau haben sich bislang nicht zu dem Bericht geäußert. Die Bloomberg-Meldung folgt auf die Veröffentlichung eines Tonmitschnitts durch das Nachrichtenportal Vsquare.org, in dem der ungarische Außenminister Péter Szijjártó und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow über EU-Sanktionen diskutierten.
Orbán erhält Wahlkampfhilfe von US-Regierung
Orbán stellt sich am Sonntag einer Parlamentswahl, die als seine bislang schwierigste seit 16 Jahren gilt. Unterstützung erhielt er am Dienstag von US-Vizepräsident JD Vance, der bei einem Besuch in Budapest erklärte, Orbán vor der Abstimmung so gut wie möglich unterstützen zu wollen.
Trotz des Ukraine-Kriegs pflegt Orbán enge Beziehungen zu Russland und blockiert aufgrund eines Streits mit Kiew die Auszahlung eines EU-Kredits. Ungarn ist sowohl Mitglied der Europäischen Union als auch der NATO.
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