Wo Badegäste direkt am Attersee liegen könnten, lagern derzeit Container und Granitsteine der Straßenmeisterei. Jetzt macht ein grüner Politiker Druck: Hat sich das Land Oberösterreich zu wenig um zusätzliche freie Zugänge zu den Seen gekümmert?
In der Ortschaft Alexenau in Weyregg gäbe es genug Platz für einen weiteren freien Zugang zum Attersee. Statt Badegästen stehen dort aber Container der Straßenmeisterei Seewalchen, die das Grundstück als Lagerfläche für Granitsteine nutzt. Ob sich das Land Oberösterreich in den vergangenen Jahren überhaupt ausreichend um zusätzliche öffentliche Zugänge zu den Seen bemüht hat, will jetzt der grüne Landtagsabgeordnete Rudi Hemetsberger wissen.
Anfrage an zuständigen Landesrat Achleitner
Mit einer schriftlichen Anfrage setzt der Politiker den zuständigen Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) unter Druck. Hemetsberger hakt unter anderem nach, wie viele Seegrundstücke seit 2021 durch das Land oder die landeseigene Immobilien GmbH für eine öffentliche Nutzung verfügbar gemacht wurden.
„Grundstücke im Anlassfall kaufen“
Außerdem will der Abgeordnete wissen: „Welche Seegrundstücke befinden sich im Eigentum des Landes, sind jedoch nicht oder nur eingeschränkt öffentlich zugänglich und was sind die Gründe dafür?“ Hemetsberger bezieht sich dabei auf die strategischen Leitlinien der landeseigenen Immobilien GmbH. Darin ist festgehalten, dass „Seegrundstücke jedenfalls aktiv geprüft und im Anlassfall angekauft werden sollen, um den freien Seezugang der Oberösterreicher und damit die Daseinsvorsorge nachhaltig zu sichern“.
Der Grünen-Politiker verweist außerdem auf den Landesrechnungshof: „Auch der Landesrechnungshof empfiehlt, Liegenschaften mit Seezugang jedenfalls nicht zu verkaufen, sich Vorkaufsrechte zu sichern und Ankäufe zu prüfen.“
Ganz generell meint Hemetsberger: „Die Leute wollen sich an unseren Seen abkühlen und dafür brauchen wir genug Platz. Das Land Oberösterreich bekennt sich zu freiem Seezugang. Ich erwarte mir, dass dazu konkrete Schritte folgen.“
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