Schock an Tanksäulen
Österreich-Modell beschert Deutschen Rekordpreis
Der Dieselpreis in Deutschland hat erneut einen historischen Höchststand erreicht – und Verbraucher stöhnen, wie schnell die Preise an der Zapfsäule klettern. Warum gerade jetzt so viel Bewegung in die Spritpreise kommt, hat nach Angaben des Automobilclubs ADAC einen klaren Auslöser – und dabei war Österreich wohl kein sonderlich gutes Vorbild.
Wie der deutsche ADAC mitteilte, kostete ein Liter Diesel am Donnerstag im Tagesdurchschnitt 2,346 Euro. Der bisherige Höchststand wurde aber erst am Mittwoch mit 2,327 Euro erreicht. „Die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell hat die Preisentwicklung eher befördert als begrenzt“, erklärte eine ADAC-Sprecherin. „Die Preise sind seitdem auf einem zu hohen Niveau.“
Österreich-Modell als Preistreiber
Seit Mittwoch dürfen die Spritpreise an deutschen Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden – ein System, das an das österreichische Modell angelehnt ist. In Österreich wird der Preis sogar nur an drei Tagen pro Woche angepasst, seit dem 16. März.
So sieht die Situation in Österreich derzeit aus – noch nicht so teuer, wie in Deutschland, aber auch nicht sonderlich rosig:
Preissprünge durch neue Regelung
Die Umstellung führte in Deutschland zu sofort spürbaren Preissprüngen. Nach ADAC-Daten lag der Durchschnittspreis für Super E10 am Mittwoch um 11.45 Uhr noch bei 2,127 Euro pro Liter – um 12.15 Uhr waren es bereits 2,222 Euro, ein Plus von 9,5 Cent. Diesel stieg im gleichen Zeitraum sogar um 11,7 Cent, von 2,349 auf 2,466 Euro pro Liter.
Der ADAC betont, dass sich die hohen Preise nur teilweise durch den gestiegenen Ölpreis vom 1. auf den 2. April erklären lassen. Vielmehr sei die neue Preisregelung der entscheidende Faktor für die Rekordstände.
Zapfsäule bleibt teures Terrain
Ob die Preisentwicklung sich in den kommenden Wochen beruhigen wird, bleibt unklar. Die Erfahrungen aus Österreich deuten darauf hin, dass regelmäßige, gebündelte Anpassungen an den Tankstellen tendenziell größere Preissprünge auslösen können – statt sie zu glätten. Für Verbraucher könnte das bedeuten: die Zapfsäule bleibt ein teures Terrain.









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