Salzburger Exekutive löste im Vorjahr mehr als jede zweite Straftat und verzeichnete die höchste Steigerung bei der Aufklärungsquote aller Bundesländer. „Das schreckt einfach die Kriminellen ab“, betont der Polizeidirektor im „Krone“-Gespräch. Besonders auffällig: Immer mehr Kinder werden als Tatverdächtige geführt.
Polizeidirektor Bernhard Rausch ist beim „Krone“-Besuch sichtlich erfreut, ja sogar stolz, wie er sagt. Grund ist die neue Kriminalitätsstatistik und das Abschneiden der über 2000 Salzburger Polizisten.
Österreichweit höchste Steigerung bei Aufklärungsquote
Denn: Während österreichweit die Zahl der Straftaten stieg, ticken die Uhren hierzulande anders: „Wir haben mehr aufgeklärt, obwohl es weniger Straftaten gab“, betont Rausch. 58,3 Prozent Aufklärungsquote bedeuten einen Anstieg um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – kein Bundesland hatte eine höhere Steigerung. Gleichzeitig sank die Anzahl der Straftaten um 2,7 Prozent. Rausch: „Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021 steigt die Aufklärungsquote seit 2016 kontinuierlich an.“
Die Frage nach dem Warum beantwortet Rausch einerseits mit „der guten Präventionsarbeit, andererseits ist aber auch der Fahndungsdruck größer“. Anders gesagt: „Wenn wir zwei von drei Delikten aufklären, schreckt das einfach Kriminelle ab“, so der Direktor.
Viel mehr Kinder als Tatverdächtige
Gegen den Trend heißt das Motto auch in einzelnen Statistik-Bereichen: Anders als österreichweit verzeichnete Salzburg über das Vorjahr weniger Cybercrime-Delikte und auch weniger jugendliche Kriminelle zwischen 14 und 18 Jahren. Bei den 10- bis 14-Jährigen stagniert die Zahl. Nur: Bei den Unter-10-Jährigen wurden deutlich mehr Tatverdächtige registriert – um mehr als 100 Prozent. In Zahlen klingt es anders: 105 Kinder waren im Vorjahr tatverdächtig, nur 38 waren es im Jahr davor. Das Allzeithoch gab es im Jahr 2018: mit 164 tatverdächtigen Kindern.
Insgesamt 22.851 Tatverdächtige und 32.708 Straftaten wurden über 2025 in Salzburg verzeichnet.
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