Die Ergebnisse der Untersuchungen der Veterinärmedizinischen Universität Wien nehmen auch dem Gerücht den Wind aus den Segeln, dass der Wolf in Niederösterreich abgeschossen und nicht auf der Westautobahn überfahren worden wäre.
Zuvor wurde schon gemutmaßt, jetzt ist es Gewissheit: Das Tier, das auf der A 1 auf Höhe Stattersdorf bei St. Pölten am 23. März angefahren und getötet wurde, war ein Wolf. Gegen 23.15 Uhr ereignete sich der Unfall in Fahrtrichtung Salzburg. Eine Begutachtung des toten Vierbeiners durch den veterinär-fachlichen Dienstes legte die Vermutung nahe, dass es sich um einen Wolf handelte.
Eindeutige Gewissheit schaffen nun die Untersuchungen des Forschungsinstituts für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Dort wurde auch bestätigt, dass das erwachsene, männliche Tier tatsächlich durch eine Kollision starb. Im Vorfeld kamen Gerüchte auf, dass der Beutegreifer mittels Waffe geschossen und dann ein Unfall inszeniert worden sei. Eine andere Todesursache als die Kollision mit dem Pkw, wird man aber klar ausgeschlossen
Weitere gentechnische Analysen für Monitoring
Man vermutet auch, dass der Rüde nicht zu den drei im Waldviertel aktuell ansässigen Rudeln in Gutenbrunn, Harmanschlag oder Arbesbach gehörte und dass es sich um einen Wolf, der von Süden nach Norden gewandert ist, gehandelt habe.
„Genetische Untersuchungen werden zeigen, aus welcher Population das Tier kam. Das Monitoring mit den Jägern hilft, Verbreitung und Bestand aufzuzeigen. Der Wildunfall zeigt, dass sich Wölfe auch Städten, wie St. Pölten nähern“, sagt Landesvize Stephan Pernkopf.
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