Kriminalstatistik

Bei Tatverdächtigen sind nun Fremde die Mehrzahl

Tirol
31.03.2026 17:00

Die Polizei präsentierte am Dienstag die Kriminalstatistik des Jahres 2025 für Tirol. Auffällig: Bei der Herkunft der 30.444 Tatverdächtigen wird ein negativer Meilenstein registriert, denn mehr als 50 Prozent sind inzwischen Nicht-Österreicher. Deutsche führen mit Abstand.

Unmittelbar nach der bundesweiten Kriminalstatistik wurden die aktuellen Zahlen am Dienstag auch in den Bundesländern präsentiert. „Es war ein Jahr in der üblichen Bandbreite“, fasste Tirols Landespolizeidirektor Helmut Tomac die insgesamt 42.860 angezeigten Delikte und die Steigerung von 2,1 Prozent zusammen.

Erfreulich: Mit einer Aufklärungsquote von 59,5 Prozent liegt Tirol deutlich über dem vom Minister gelobten Bundesschnitt von 53,6 Prozent.

Plus 3 Prozent bei Zahl der Tatverdächtigen
An brisanten Daten fehlt es in der Statistik 2025 dennoch nicht: Unter den 30.444 angezeigten Tatverdächtigen (plus 3 Prozent) sind nicht weniger als 15.606 Fremde, also Nicht-Österreicher. „Erstmalig sind die Fremden damit bei mehr als 50 Prozent“, verdeutlichte Tomac.

Bei den Deutschen schlagen etwa Skidiebstähle zu Buche.
Bei den Deutschen schlagen etwa Skidiebstähle zu Buche.(Bild: Hubert Rauth)

Von Deutschland bis Bosnien
Bei den Herkunftsländern führt Deutschland (3599), gefolgt von Rumänien (1185), Syrien (1003), Türkei (836) und Bosnien (796). Warum so viele Deutsche? Die Polizei führt Skidiebstähle, aber auch Verkehrsunfälle als größere Faktoren an.

Starker Anstieg bei Strafunmündigen
Wie auf Bundesebene stechen die Strafunmündigen ins Auge: 1134 Tatverdächtige unter 14 Jahren bedeuten ein sattes Plus von 28,1 Prozent. In der Altersgruppe von 14 bis 18 Jahren gibt es ebenfalls einen Zuwachs, immerhin 8,4 Prozent.

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Ich bin kein Soziologe, um den Anstieg bei Strafunmündigen zu erklären. Vielen scheint aber bewusst zu sein, dass sie strafunmündig sind.

Landespolizeidirektor Helmut Tomac

Philipp Rapold, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes, blickte auf die Gewaltkriminalität: 7585 Delikte sind ein Plus von 4,1 Prozent, in mehr als der Hälfte der Fälle kannten sich Täter und Opfer.

Am auffälligsten: Die angezeigten Vergewaltigungen gingen um 12,6 Prozent auf 97 Fälle zurück. Es wurden 867 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen.

Leichte Steigerungen gab es bei Körperverletzungen (plus 3,3 Prozent) und Drohungen (plus 6 Prozent) sowie bei der Raubkriminalität (ein Zuwachs von 121 auf 126 Fälle, also 4,1 Prozent).

Fahrzeuge offenbar heiß begehrt bei Dieben
Bei Diebstählen ist das Bild unterschiedlich: Bei entwendeten Fahrzeugen gab es ein sattes Plus von 23 Prozent, am anderen Ende der Skala liegen die Ladendiebstähle (minus 7,1 Prozent) und die Taschen- bzw. Trickdiebstähle (minus 7,8 Prozent). 2188 Einbrüche bedeuten eine Steigerung von 4 Prozent.

Überraschend ist die Jahresbilanz 2025 bei der Internetkriminalität, trotz fast täglicher Meldungen dazu. 5072 Delikte ergeben ein Minus von 0,3 Prozent. „Oft gibt es aber auch eine gewisse Scheu vor Anzeigen“, glaubt Tomac.

Innsbrucks Stadtpolizeikommandant Romed Giner registrierte 12.730 angezeigte Delikte, ein Mini-Plus von 0,52 Prozent. Erfreulich dabei ist eine hohe Aufklärungsquote von 62,2 Prozent. „Damit weist Innsbruck die höchste Quote unter den Landeshauptstädten auf“, sagte Giner erfreut.

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