Kurioser Gerichtsfall
Nach Sex mit Zwillingen schwanger: Wer ist Vater?
Eine Britin hat innerhalb weniger Tage mit eineiigen Zwillingen geschlafen und wurde schwanger. Nun ist das Babyglück ein Fall für das Gericht: Denn es ist unmöglich festzustellen, wer der Brüder der Vater des Kindes ist.
Nach der Geburt wurde einer der Zwillinge als Vater des Kindes in der Geburtskunde eingetragen. Doch das war dem anderen potenziellen Kandidaten nicht recht: Schließlich könnte auch er der Erzeuger sein.
Der Fall landete vor einem Familienrichter in London. Der lehnte es allerdings ab, den Namen des bisher eingetragenen Vaters aus der Geburtstagsurkunde zu entfernen. Die Causa wurde an das Berufungsgericht weitergereicht. Das Richtergremium dort kam zu dem Schluss, dass es „nicht möglich“ sei, mit Sicherheit zu wissen, wer der Vater ist.
Genetische Unterschiede sind sehr gering
Denn mit der momentan verfügbaren DNA-Technologie ist es unmöglich festzustellen, wer der eineiigen Zwillinge nun tatsächlich der Vater ist. Schließlich besitzen sie nahezu identisches Erbgut. Durch frühe Mutationen in der Embryonalentwicklung können zwar genetische Unterschiede auftreten, die eindeutige Vaterschaft kann dennoch mit dem heutigen Stand der Technik nicht nachgewiesen werden.
Nun wurde vor Gericht entschieden, dass der im Geburtenregister eingetragene Zwilling bis zur Anhörung weiterer Argumente keine elterliche Verantwortung mehr trage. „Derzeit ist die Wahrheit über die Vaterschaft von P., dass ihr Vater einer der beiden eineiigen Zwillinge ist, aber es ist nicht möglich zu sagen, welcher“, wurde die Entscheidung begründet.
Feststellung der Vaterschaft vielleicht in Zukunft möglich
Vielleicht sei das aber in Zukunft möglich, wurde ergänzt: „Es ist möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass die Wissenschaft bis zum Erreichen der Geschlechtsreife von P. in der Lage sein wird, einen Vater zu identifizieren und den anderen Zwilling auszuschließen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist dies ohne sehr erhebliche Kosten nicht möglich, und so ist ihre ,Wahrheit‘ binär und nicht auf einen einzigen Mann beschränkt.“
Die Brüder hatten innerhalb von vier Tagen Sex mit der späteren Kindsmutter, wurde in den Gerichtsakten erklärt. Dadurch sei es „gleich wahrscheinlich, dass jeder der Brüder der Vater von P. ist“, stellte eine Richterin fest. Der erste Zwilling habe „keinen Anspruch“ darauf, als Vater eingetragen zu werden. Jegliche elterliche Verantwortung, die er habe, würde „damit erlöschen“. Der Fall wird nun fortgesetzt.








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