Boko-Haram-Terror
Erneut Frauen und Kinder in Nigeria entführt
Die Terrorgruppe Boko Haram hält Nigeria weiter in Angst und Schrecken: Während von mehr als 200 entführten Schülerinnen weiterhin jede Spur fehlt, sind im Nordosten des Landes erneut mindestens 60 Frauen und Mädchen sowie mehr als 30 Burschen verschleppt worden. Unter den Geiseln sollen sich Zeugen zufolge auch kleine Mädchen und Babys befinden, hieß es am Dienstag in einem lokalen Medienbericht.
Die Entführungen aus mehreren Dörfern im Bundesstaat Borno sollen sich bereits in der vergangenen Woche zwischen Donnerstag und Samstag ereignet haben, berichtete die Zeitung "Premium Times" unter Berufung auf örtliche Sicherheitskräfte. Eine offizielle Bestätigung gab es bislang nicht.
"Bring back our girls"-Rufe blieben bislang ungehört
Boko Haram hatte bereits Mitte April über 200 Schülerinnen aus dem Ort Chibok in derselben Region entführt. Ein weltweiter Aufschrei des Entsetzens war die Folge, die Forderung "Bring back our girls" erreichte nach dem Weißen Haus in Washington zuletzt sogar die Fußball-WM in Brasilien.
Von den Mädchen fehlt jedoch bisher jede Spur. Nur einige wenige von ihnen konnten ihren Entführern entkommen und der Welt von ihrem Schicksal berichten. Die Extremisten hatten gedroht, die meist christlichen Mädchen als Sklavinnen zu verkaufen.
Die Terrorgruppe, die auch hinter den jüngsten Entführungen vermutet wird, verübt seit Jahren immer wieder schwere Anschläge mit mittlerweile Tausenden Toten. Die Extremisten kämpfen im mehrheitlich muslimisch geprägten Norden Nigerias für einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia.
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