Keine Qualifikation
Falsche Lehrerin erhielt in Heidelberg Haftstrafe
Nachdem sie jahrelang ohne entsprechende Ausbildung als Lehrerin gearbeitet hatte, ist eine Frau in Deutschland zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die 41-Jährige hatte unter anderem Hochschulzeugnisse gefälscht sowie sich selbst ein Führungszeugnis ohne Einträge erstellt.
Sie hatte in der Vergangenheit eine ähnliche Straftat begangen und dafür eine Bewährungsstrafe erhalten. Zudem wird der 41-Jährigen vorgeworfen, bei einer Bank ein Darlehen von 25.000 Euro beantragt zu haben – mit gefälschten Gehaltsnachweisen.
Laut Gericht soll die Frau an Privatschulen in Heidelberg und im saarländischen Homburg Mathematik, Physik und Chemie unterrichtet haben. Die dafür nötigen Hochschulzeugnisse waren gefälscht. Vor Gericht gestand die 41-Jährige über ihren Anwalt alle Vorwürfe. „Ich empfinde extreme Scham“, sagte sie am vergangenen Montag beim Prozessauftakt. Allein in Heidelberg soll sie laut Gericht zwischen 2021 und 2024 einen Bruttolohn in der Höhe von fast 200.000 Euro erschlichen haben, in Homburg waren es zwischen Jänner und April 2025 rund 11.000 Euro Gehalt. Die 41-Jährige war in der Vergangenheit wegen ähnlichen Taten verurteilt worden.
Nun wurde sie in Heidelberg unter anderem wegen des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Knapp 124.000 Euro an Schaden seien einzuziehen, sagte der Richter. In die viereinhalb Jahre Haft floss laut Gericht auch die frühere Bewährungsstrafe ein. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten mehrjährige Gefängnisstrafen gefordert. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig.









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