Das Ende der Rezession machte sich auch im Ergebnis der Hypo Oberösterreich bemerkbar. Vorstandsvorsitzender Klaus Kumpfmüller hofft, aus dem Iran-Krieg mit einem „blauen Auge“ davonzukommen. Zum aktuellen Polit-Streit zur Besetzung des Hypo-Aufsichtsrates gibt es „keinen Kommentar“.
„Das Jahr 2025 markierte das Ende einer langen Rezessionsphase“, sagt Klaus Kumpfmüller, Vorstandsvorsitzender der Hypo OÖ. Das zeigt sich auch im am Montag präsentierten Jahresergebnis seiner Bank: Die Hypo vergab rund eine Milliarde Euro an neuen Krediten. Beim privaten Wohnbau gab es ein „sattes Plus“ von 34,6 Prozent auf 252 Millionen Euro. Damit lag das Kreditvolumen der Bank insgesamt bei 6,9 Milliarden Euro (+5,2 Prozent).
Mit dem Aufschwung könnte es aber schnell wieder vorbei sein: „Der Ölpreis wirkt sich in einer Dämpfung beim Wirtschaftswachstum und in einer Erhöhung der Inflationsraten aus. Jetzt kommt wahrscheinlich wieder eine gewisse Investitionszurückhaltung“, glaubt Kumpfmüller. Doch wenn der Krieg im Nahen Osten rasch zu Ende gehe, „können wir mit einem blauen Auge aus dieser Situation herauskommen“.
Überschuss gestiegen, Bilanzsumme gesunken
Die weiteren Zahlen der Hypo-Bilanz: Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 11,6 Prozent auf 34,4 Millionen Euro. Die Bilanzsumme betrug im Vorjahr rund 8,7 Milliarden Euro (-0,6 Prozent). Der Anteil der ausfallgefährdeten Kredite (NPL-Quote) lag bei 2,53 Prozent – das bedeutet ein geringes Risiko. Und bis Jahresende schließt eine von derzeit noch elf Hypo-Filialen: jene in der Linzer Eisenhandstraße.
Streit um Aufsichtsrat-Besetzung
Schlagzeilen machte zuletzt, wie berichtet, der Polit-Streit um die Besetzung des Aufsichtsrates der mehrheitlich im Landesbesitz stehenden Bank. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) schickte die Finanzchefin der Energie AG, Eva Schinkinger, in das Gremium – und verhinderte damit den SPÖ-Vorschlag, die rote Landesgeschäftsführerin Nicole Trudenberger zu entsenden. Von Hypo-Chef Kumpfmüller heißt es zur Causa nur: „Dazu gibt’s von uns keinen Kommentar.“
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