„Wir sind bestrebt, dass wir den Schaden wieder gut gemacht kriegen und erleichtert, dass die Causa jetzt juristisch aufgearbeitet wird“, sagt Friedrich Robeischl, Obmann des Vereins Mühlviertler Kernland. Am Freitag war bekannt geworden, dass gegen die ehemalige Geschäftsführerin des Regionalvereins Anklage erhoben wird.
Die Ex-Geschäftsführerin soll jahrelang Geld für private Zwecke entwendet und Fördergelder einbehalten haben – Gesamtschaden laut Staatsanwaltschaft Linz 765.000 Euro.
150.000 Euro hatte die Beschuldigte (60) bereits freiwillig zurückbezahlt, für den Verein ein erster Schritt zur teilweisen Verantwortungsübernahme. Zufrieden geben will man sich damit aber nicht: „Wir warten jetzt einmal die Verhandlung ab und schauen, was uns im Falle einer Verurteilung strafrechtlich zugewiesen wird“, schildert Robeischl.
„Es gab durchaus Kontrollmechanismen“
Er betont, dass es im Verein schon immer Kontrollmechanismen gegeben hätte, diese seien nach Bekanntwerden der Malversation aber intensiviert worden. Warum das mutmaßliche Treiben der ehemaligen Geschäftsführerin – sie soll im Namen des Vereins Kredite oder Krediterhöhungen veranlasst und Förderungen des Landes Oberösterreich einbehalten haben – so lange unbemerkt geblieben war, erklärt Robeischl so: „Da wurde eine enorme kriminelle Energie aufgewendet.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.