Abfahrt oder Slalom?

Ski-Star Schwarz denkt über seine Zukunft nach

Kärnten
30.03.2026 06:57

Die goldenen Zeiten für Kärnten im Skiweltcup sind vorbei! Nur Marco Schwarz und Katharina Truppe hielten die Fahnen hoch, fuhren um Spitzenplätze mit. Schwarz steht am Scheideweg, muss sich wohl zwischen Abfahrt und Slalom entscheiden: „Das Thema hat sich durch die ganze Saison gezogen.“ Ein Trio blieb indes ohne Weltcuppunkte.

Beim Super-G in Livigno (It) feierte Marco Schwarz in der abgelaufenen Saison den ersten Speed-Sieg im Weltcup – dazu gab‘s mit dem Erfolg im Riesentorlauf von Alta Badia (It) und Platz zwei in Sölden zwei Spitzenergebnisse. Doch für den kommenden Winter ist definitiv noch Luft nach oben – vor allem im Slalom tat sich „Blacky“ schwer: „Es war durchwachsen, aber dank der zwei Siege auch positiv. Ich muss in mich gehen und für die nächste Saison planen.“

Marco Schwarz und Cheftrainer Marco Pfeiffer müssen Entscheidungen treffen.
Marco Schwarz und Cheftrainer Marco Pfeiffer müssen Entscheidungen treffen.(Bild: GEPA)

„Viele Gedanken gemacht“
Ein Thema ist auf jeden Fall, ob er sich in Zukunft mehr in Richtung Abfahrt bewegt oder doch bei seiner einstigen Top-Disziplin Slalom bleibt. „Das ist ein Thema, das mich schon die ganze Saison beschäftigt – vielleicht habe ich mir da auch zu viele Gedanken geamacht“, meint der 30-Jährige. „Aber mir ist bewusst, dass ich im Slalom sehr viel Zeit investieren müsste, damit es wieder nach vorne geht. Dasselbe gilt aber für die Abfahrt.“ Platz acht in Val d‘ Isere (Fr) war in der abgelaufenen Saison die beste Slalom-Platzierung, in der Abfahrt war Rang 29 in Garmisch (D) das Maximum.

Katharina Truppe war die viertbeste Slalom-Fahrerin der Saison.
Katharina Truppe war die viertbeste Slalom-Fahrerin der Saison.(Bild: GEPA)

Viermal Vierte
Ihre beste Saison fuhr indes die Altfinkensteinerin Katharina Truppe – seit diesem Winter ist sie ja Slalom-Spezialistin. Mit dem dritten Platz in der Flachau und vier vierten Rängen gab’s 441 Punkte für die Altfinkensteinerin, Höchstausbeute in ihrer ganzen Karriere im „Stangenwald“. „Lieber viermal Vierte als fünfmal Platz 15“, grinst Truppe. „Die Konstanz passt heuer, es war eine recht gute Saison und meine stärkste bisher.“

Carmen Spielberger (li.) und Nadine Fest waren im Weltcup Zimmerkolleginnen.
Carmen Spielberger (li.) und Nadine Fest waren im Weltcup Zimmerkolleginnen.(Bild: Spielberger)

Am Ende verbessert
Bei Speedfahrerin Nadine Fest hat die Formkurve im Laufe der Saison nach oben gezeigt! Die Arriacherin steigerte sich zum Ende hin, hatte bei ihrem letzten Weltcup-Rennen in Val di Fassa (It) mit Platz 14 das Saison-Highlight. Insgesamt waren es 89 Weltcuppunkte und zwei Siege im Europacup. Erste Zähler auf höchster Ebene hat ihre Zimmerkollegin Carmen Spielberger mit Platz 28 bei der Zauchensee-Abfahrt geholt. Die Oberschenkel-Verletzung vor dem Highlight in Tarvis (zu dem ihr Fanklub sich in Scharren angemeldet hatte) im Training war bitter.

Trio ohne Punkte
Nichts zu holen gab‘s indes für ein Herren-Trio: Felix Hacker fuhr trotz seines Abfahrt-Fixplatzes für den Weltcup verletzungsbedingt kein einziges Rennen. Routinier Otmar Striedinger kam bei sieben Starts nicht in die Punkteränge, muss um seinen Kaderplatz zittern – ebenso Max Franz, der in Gröden zwar seine Weltcup-Rückkehr nach der schweren Fußverletzung feierte, aber ausschied. 

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