„Krone“-Gemeindeserie

100 Euro als Geschenk zum Start ins Leben in Lofer

Salzburg
30.03.2026 07:00

Marienkäfer-Sparbüchse, Rucksack und einen grünen Schein: Das bekommen neugeborene Bürger in der Pinzgauer Gemeinde von Ortschef Norbert Meindl überreicht. Kinder und Senioren stehen  hier in Lofer an der ersten Stelle. 

Mit einem Willkommensgeschenk für frisch gebackene Eltern punktet Lofer als Familien-Gemeinde. Seit fünf Jahren gibt es den Baby-Bonus: eine Marienkäfer-Sparbüchse, ein Rucksack und 100 Euro. Eine kleine Maßnahme, um der immer älter werdenden Bevölkerung entgegenzuhalten.

Meindl zeigt das Willkommensgeschenk für Neugeborene.
Meindl zeigt das Willkommensgeschenk für Neugeborene.(Bild: Kerstin Jönsson)

Denn: Bei der Infrastruktur stellt Lofer die jüngsten und ältesten Bewohner ohnehin in den Vordergrund. So findet sich der Kindergarten im selben Gebäude wie das Seniorenheim. Das verbindet die verschiedenen Generationen, weiß Bürgermeister Norbert Meindl: „Die Kinder machen den Alten eine große Freude. Das Lebendige belebt den Alltag der Senioren.“ Dass dies ordentlich ins Geld geht, veranschaulicht Meindl: „Allein beim Kindergarten haben wir jährlich einen Abgang von 500.000 Euro.“

Lofer

  • Einwohner: 2109
  • Fläche: 55,68 km²
  • Bezirk: Pinzgau

Ähnlich ist die Situation beim Seniorenheim. Obwohl erst vor wenigen Jahren gebaut, muss das Heim für die älteren Gemeindebewohner schon wieder ausgebaut werden: „Früher hat man uns gesagt, der Ausbau reicht für 15 Jahre. Jetzt sind drei Jahre vergangen und wir brauchen gleich fünf, sechs neue Räume.“ Und das, obwohl in der Nachbargemeinde sogar ein neues Heim entstanden ist.

Der Felsen, der den gesperrten Teufelssteg trägt, ist in Bewegung.
Der Felsen, der den gesperrten Teufelssteg trägt, ist in Bewegung.(Bild: Kerstin Jönsson)

Als Zukunftsweg sieht Meindl das Tagesbetreuungszentrum: Senioren werden dort untertags betreut, während Angehörige arbeiten. Abends geht es wieder heim. Für Meindl ist das Konzept eine Art Brücke: „Damit können ältere Menschen länger Zuhause bleiben. Ich habe das Gefühl, dass die Leute am liebsten daheim alt werden wollen.“

Apropos Brücke: Der Teufelssteg, der den Ortsteil Scheffsnoth mit dem Loferer Ortskern verbindet, muss neu gemacht werden. Seit Oktober ist das Wahrzeichen gesperrt. Grund: Der 350-Tonnen-Felsen in der Mitte der Saalach bewegt sich. Der Steg wurde dadurch verformt. „Wir prüfen, ob eine Sanierung oder ein Neubau notwendig ist“, erklärt der Ortschef. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt