Der ehemalige Fußball-Profi Sergii Litovchenko kann nach 48 Chemotherapien endlich wieder lachen. 2022 wurde beim Ukrainer, der bei den GAK Amateuren als Tormanntrainer fungiert, Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. In Graz wurde er dank seines großen Lebenswillens wieder gesund. Litovchenko über seinen großen Traum und mit welchen Superstars er eng befreundet ist.
Auf der Bank der GAK Amateure sitzt mit Tormanntrainer Sergii Litovchenko ein Mann mit besonderer Geschichte. Der Ukrainer war als Profi in fünf verschiedenen Ländern aktiv. Bei Dinamo Tiflis war Sturms Spielmacher Otar Kiteishvili sein Kapitän, die beiden verbindet heute noch eine enge Freundschaft.
Als 2022 bei Litovchenko Lymphdrüsenkrebs im vierten (!) Stadium diagnostiziert wurde, ließ er sich in Graz behandeln, wo sein Leben dank 48 Chemotherapien und seinem riesigen Lebenswillen gerettet werden konnte. Bis Ende des letzten Jahres stand Litovchenko bei der Sportunion Semriach in der Unterliga im Tor, danach beendete er seine aktive Karriere.
„Mein Traum war, seit ich in Österreich bin, bei einem Profiverein als Tormanntrainer arbeiten zu können. Diesen Job brauche ich auch für die Rot-Weiß-Rot-Card als Arbeitsnachweis, um mit meiner Familie hierbleiben zu dürfen. Jetzt sieht es damit richtig gut aus“, so der Ukrainer, von dem Teile der Verwandtschaft, darunter seine Mutter, noch immer im Kriegsgebiet ausharren.
Die Arbeit mit den Tormännern und jungen Talenten macht mir große Freude. Vor allem, weil hier beim GAK richtig starker Nachwuchs vorhanden ist.
Sergii Litovchenko
Im Winter wurde sein Traum war, er kam als Tormanntrainer bei den Amateuren der Rotjacken unter. „Das ist die Erfüllung eines Traums, ich bin endlich wieder bei einem großen Klub“, sagt Litovchenko, der einst mit den Superstars Khvicha Kvaratskhelia, dem Edelzangler von Paris SG, und Tormann Giorgi Mamardashvili von Liverpool („Seine ersten Tormannhandschuhe bekam er von mir geschenkt, heute schickt er mir seine Dressen“) zusammenspielte und nach wie vor mit diesen in Kontakt ist.
„Die Arbeit mit den Tormännern und jungen Talenten macht mir große Freude. Vor allem, weil hier beim GAK richtig starker Nachwuchs vorhanden ist. Wir wollen in der Meisterschaft noch eine gute Rolle spielen. Mein Ziel ist es, einen Tormann für die Bundesliga-Mannschaft auszubilden.“
Persönlich arbeitet Litovchenko an der Trainer-B-Lizenz. „Die A-Lizenz ist mein Ziel. Ich will in Zukunft den nächsten Schritt gehen und bei einer Bundesligamannschaft arbeiten. Wenn es der GAK ist, wäre das schön.“
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