"Blutfehde"
Buch enthüllt: Clintons und Obamas hassen einander
Das Buch des Klatschreporters Edward Klein trägt den Titel "Blood Feud" ("Blutfehde") und schildert auf über 300 Seiten, wie die Beziehung der Clintons und der Obamas in die Brüche gegangen sein soll und welcher erbitterte Kampf hinter den Kulissen herrsche - vor allem im Hinblick auf die wahrscheinliche Präsidentschaftskandidatur Hillary Clintons 2016.
Der Autor des Buches meint, dass der Hass bereits so weit reiche, dass der derzeitige US-Präsident sogar in Erwägung ziehe, eine mögliche Kandidatur Clintons nicht zu unterstützen. Und das, obwohl viele Demokraten immer mehr davon überzeugt seien, dass es an der Zeit sei, eine Frau an der Spitze der Vereinigten Staaten zu haben.
Bill Clinton: "Ich hasse diesen Obama"
Das Verhältnis der beiden Familien soll sich laut Klein im Jahr 2008 enorm verschlechtert haben. Damals setzte sich Obama gegen Clinton als Präsidentschaftskandidat der Demokraten durch. Die Clintons seien demnach davon ausgegangen, dass es "ihre" Kandidatur sein werde. "Ich hasse diesen Obama mehr als jeden, den ich kenne", soll Ex-Präsident Bill Clinton damals laut Klein zu Vertrauten gesagt haben.
Nach seinem Wahlsieg holte Obama seine einstige Widersacherin dann als Außenministerin in sein Kabinett. Doch damit habe das zerschlagene Porzellan nach Angaben des Autors nicht mehr gekittet werden können: Immer wieder sei es zu Sticheleien auf beiden Seiten gekommen, so habe First Lady Michelle Obama laufend mit ihrer persönlichen Beraterin Valerie Jarrett über Hillary Clinton gelästert und diese mit einem Streifengnu verglichen.
Als sich das Wahlkampffinale für seine zweite Amtsperiode näherte, kam es zwischen Barack Obama und seinem Parteikollegen Bill Clinton bei einem gemeinsamen Golfspiel offenbar zu einem heftigen Disput mit gegenseitigen Beleidigungen. Laut Klein unterrichtete Clinton Obama darüber, dass Hillary 2016 selbst zur Präsidentschaftswahl antreten wolle. In diesem Zusammenhang habe Clinton in höchsten Tönen über seine Gattin gesprochen und sie als "wohl intelligenteste und geeignetste Kandidatin der Geschichte" bezeichnet. Dies dürfte von Obama als Affront aufgefasst worden sein. Seine Antwort laut Klein: "Weißt du Bill, Michelle würde auch eine gute Präsidentin abgeben."
Versöhnungsversuch bei Dinner gescheitert
Nach seiner erfolgreichen Wiederwahl habe Obama dann die Wogen bei einem gemeinsamen Dinner im März 2013 nach Angaben von Klein "ein letztes Mal" zu glätten versucht. Doch dabei seien sich die Streithähne erneut in die Haare geraten. Der Versuch sei gescheitert - was nach Meinung des Autors wohl auch Auswirkungen auf den kommenden Präsidentschaftswahlkampf haben dürfte.
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