Bis Jahresende will der Innviertler Motorradhersteller KTM, wie berichtet, 500 Stellen abbauen. Mitte Februar startete das Unternehmen mit den Kündigungen. „Der allergrößte Teil ist bereits erfolgt“, heißt es nun auf Anfrage der „Krone“.
420 Jobs dürften in Österreich wegfallen – und für sie gibt es jetzt auch Hilfsgelder der EU. Denn das Europäische Parlament hat am Donnerstag beschlossen, die entlassenen Arbeitnehmer mit 1,8 Millionen Euro beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Mittel kommen aus dem Europäischen Globalisierungsanpassungsfonds. Insgesamt wurden daraus 3,7 Millionen Euro freigegeben.
Die geschätzten Gesamtkosten der Maßnahmen für KTM belaufen sich auf drei Millionen Euro, 60 Prozent will die Kommission übernehmen und 40 Prozent das österreichische Arbeitsamt. Die österreichischen Behörden begannen bereits im März 2025 mit der Unterstützung von Arbeitnehmern durch den Fonds; diese Kosten können rückwirkend bezahlt werden. Nach dem EU-Parlament muss noch der Rat der Mitgliedsländer den Vorschlag der Kommission final absegnen. Dann können die Gelder fließen.
Umsatz halbiert, großer Gewinn wegen Sanierung
Indes hat die Muttergesellschaft von KTM, Bajaj Mobility, am Donnerstag ihr Ergebnis von 2025 bestätigt: Infolge der Insolvenz steht ein Sanierungsgewinn von 1,2 Milliarden Euro zu Buche, die Nettoverschuldung reduzierte sich auf 798 Millionen Euro. Der Umsatz halbierte sich beinahe auf rund eine Milliarde Euro.
Zum laufenden Jahr 2026 spricht CEO Gottfried Neumeister von einem „fulminanten“ Start: „Bereits Stand heute konnten wir mehr als doppelt so viele Motorräder verkaufen als im ersten Quartal des Vorjahres. Auch der Abbau des Lagers schreitet äußerst gut voran.“
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