Wie in Italien

Altstadt-Zufahrt könnte per Video überwacht werden

Salzburg
27.03.2026 10:00

Eine Gesetzesnovelle macht es möglich: Künftig können in Österreichs Städten Zufahrtskontrollen mit Kamerahilfe umgesetzt werden. Als Beispiele dienen italienische Städte. In Salzburg könnte das Modell bald in der Altstadt Einzug halten.

Bologna, Bozen oder Florenz – dort ist die Autofahrt in die Altstadt für Urlauber strikt verboten. Die Einhaltung des Verbots wird per Video kontrolliert. Die Strafen sind saftig. Nicht selten flattert deshalb verspätete Post aus dem Sommerurlaub ins Postkasterl. Die Kontrolle und ihre automatische Ahndung, ähnlich wie bei unseren Nachbarn, könnte auch nach Salzburg kommen.

Möglich macht das eine Gesetzesnovelle, die am Mittwoch im Nationalrat beschlossen wurde. Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) freut dies: „Das ist mit Sicherheit etwas, das für Salzburg die Verkehrssteuerung um einiges einfacher macht.“ Durchfahrtsbeschränkungen, wie etwa beim Neutor, könnten so besser kontrolliert werden.

Auch die Einfahrtsdrosselung bei der Sommerregelung für Gäste-Pkw wäre laut Auinger mit Kameras künftig mit der möglichen Videoaufzeichnung besser zu organisieren. Der Stadtchef sieht den Einsatz von Kameras zur Kennzeichenerfassung aber erst mittelfristig umsetzbar. „Das ist eine Budgetsache“.

Langfristig könnte die Videoaufzeichnung auch die Polleranlagen bei den Altstadteinfahrten ersetzen. Derzeit prüft der Magistrat noch die Umstellung von rund 4000 Handsendern fürs Öffnen der Poller auf einen Chip. Am Pkw angebracht, soll dieser von Sensoren erkannt werden und automatisch den Poller senken. Unter anderem wird am Kajetanerplatz getestet, wie sich das System in der Praxis erweist.

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