Zwölf Jahre Haft

Babysitter als Kinderschänder: Ein Opfer erst 4!

Kärnten
26.03.2026 15:28

Grauenvolles hat ein junger Kärntner mit ihm anvertrauten Kindern angestellt. Er verging sich an mindestens drei Buben – das jüngste Opfer war erst vier Jahre alt. Der Missbrauch wurde auf Video aufgezeichnet, die Filme gingen an Perverse auf der ganzen Welt. Nach einem Tipp aus Australien konnte der Kinderschänder gestoppt werden.

Es war ein Kinderlied aus der „Gummibärenbande“, das die Ermittler auf die Spur des Pädophilen brachten. Denn auf einem der perversen Missbrauchsvideos, die über eine Telegram-Gruppe im Darknet gelandet waren, war dieser Song zu hören, samt ein paar Worten im österreichischen Dialekt. 

Die australischen Behörden alarmierten daraufhin das Bundeskriminalamt, mithilfe einer speziellen Gesichtserkennungssoftware konnte ein Opfer identifiziert werden – denn bei dieser Fahndung wird auf die Daten der Reisepässe zurückgegriffen. Bei einem Buben gab es einen Treffer, rasch konnten weitere Opfer und der Täter ausgemittelt werden.

Der 28-Jährige bot sich für befreundete Familien als Babysitter an. Während die Mütter arbeiten oder Erledigungen machen mussten, passte er auf die Kleinen auf – das jüngste Opfer war vier Jahre alt, als die unglaublich brutalen und traumatischen sexuellen Missbrauchshandlungen begannen.

„Das Leben der Kinder zerstört“
Gerichtsgutachterin Hannelore Legat schildert, was den Kindern dabei angetan wurde: „Ein Opfer ist jetzt sechs, kann kaum sprechen, hat eine massive posttraumatische Belastungsstörung. Ein weiteres ist etwas älter, kann aber nicht einmal mehr zur Schule gehen und braucht medikamentöse Behandlung.“ Nur einem Buben geht es mittlerweile etwas besser, aber nur weil er alles verdrängt hat, was ihm angetan wurde. „Im besten Fall kommt er damit klar, im schlimmsten Fall wissen wir nicht, wie sich das noch entwickelt.“

Der Angeklagte nickt bei allem, beschönigt auch nichts, was bei solchen Triebtätern nicht immer der Fall ist. Er hat selbst eine Geschichte als Opfer hinter sich, wuchs in Heimen auf und hat es auch nicht leicht im Leben gehabt. „Es tut mir wirklich leid. Ich bin mit der Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum auch einverstanden, weil ich nicht will, dass das mit mir so weitergeht.“

Das Urteil des Schöffensenats unter Vorsitz von Richter Gernot Kugi fällt rasch: zwölf Jahre Haft plus Einweisung, je 3000 Euro Teilschmerzengeld für die Kinder. „Sie haben die Kindheit von diesen Buben zerstört“, sagt Kugi. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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