Russische Expertin:

“Schwarzenegger soll Botschafter in Moskau werden”

Ausland
21.06.2014 08:22
Arnold Schwarzenegger könnte nach Ansicht von Nina L. Chruschtschowa, Urenkelin des Ex-Sowjet-Partei- und Regierungschefs Nikita Chruschtschow, die Wogen zwischen Russland und dem Westen angesichts der Ukraine-Krise glätten. Der frühere Gouverneur von Kalifornien solle der nächste US-Botschafter in Moskau werden, schlug die Politikanalystin in einem Online-Kommentar für die Nachrichtenagentur Reuters vor.

Schwarzenegger sei die Personifizierung aller Qualitäten, die der russische Präsident Wladimir Putin bewundere, schrieb Chruschtschowa am Donnerstag. Der Schauspieler, dessen Amtszeit als Gouverneur 2001 endete, habe sich politisch beweisen können. Er sei Held zahlreicher Hollywood-Streifen - und Putin liebe Stars. Zudem sei er ein "gefeierter Bodybuilder" - auch der russische Präsident ist als begeisterter Athlet bekannt.

"Mit Putin perfekt über Ost-West und Frauen unterhalten"
Außerdem, so Chruschtschowa, habe Putin während seiner Zeit als KGB-Offizier in der damaligen DDR Deutsch gelernt und könne sich so mit Schwarzenegger in seiner Muttersprache über Sport, Ost-West-Politik und vielleicht "sogar Frauenthemen, da beide in der Vergangenheit Probleme mit Treue während der Ehe hatten", unterhalten.

Expansionsbestrebungen "mit Muskelkraft" stoppen
Der jetzige US-Botschafter in Moskau, Politikprofessor Michael McFaul, habe durch seine wissenschaftliche Herangehensweise oftmals diplomatisches Bemühungen zwischen Washington und Moskau behindert, begründete die amerikanisch-russische Politologin, die erst kürzlich ihr neues Buch über ihren Großvater Leonid in Wien vorstellte. Schwarzenegger hingegen könnte sogar "genug Muskelkraft haben", um weitere Expansionsbestrebungen Russlands in Richtung Georgien, Ostukraine oder Transnistrien zu stoppen.

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