Tricks statt Geld

Schweizer fälschte Bankgarantie für Luxusbleibe

Vorarlberg
27.03.2026 06:30
Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Trotz finanzieller Probleme hatte ein 34-jähriger Schweizer einen Mietvertrag für eine Luxusimmobilie in Vorarlberg unterschrieben. Dem Vermieter legte er eine gefälschte Bankgarantie vor.

Verurteilungen wegen Betrugs, Urkundenfälschung und betrügerischer Krida schlagen beim Angeklagten bereits zu Buche. Am Donnerstag wurde der 34-jährige Mann am Landesgericht Feldkirch wegen Urkundenfälschung einmal mehr schuldig gesprochen. Womit der Mann seinen Lebensunterhalt bestreitet, bleibt sein Geheimnis. Auch zur Höhe seines Einkommens hüllt er sich in Schweigen. Lediglich so viel lässt er durchblicken: „Ich habe rund 600.000 Euro Schulden.“

Der Vorwurf wiegt dafür umso konkreter: Der Angeklagte hatte eine gefälschte Bankgarantie erstellt und diese seinem Vermieter vorgelegt – für eine 210 Quadratmeter große Wohnung zum vergleichsweise moderaten Preis von 2450 Euro inklusive Nebenkosten.

Bankgarantie entpuppte sich als wertloser Wisch
Dass die Sicherheit nicht echt war, räumt er freimütig ein: „Nach meiner Zwangsversteigerung hätte ich ohnehin keine echte Bankgarantie bekommen. Und Bargeld für die Kaution hatte ich auch nicht.“ Was nicht gut gehen konnte, ging auch nicht gut: Als Mietzahlungen ausblieben, suchte der Vermieter die Bank auf – und erlebte eine böse Überraschung. Die Bankgarantie entpuppte sich als wertloser Wisch. Dabei hatte sich der Vermieter zuvor noch großzügig gezeigt. „Er bat um Ratenzahlung und versprach, mit der Weihnachtsremuneration alles zu begleichen“, schildert dieser.

Sattes Verlustgeschäft für Vermieter
Selbst als Möbel gepfändet wurden, sprang der Eigentümer nochmals ein und finanzierte Ersatz. Am Ende blieb der Vermieter auf rund 6000 Euro sitzen. Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte jedoch wenig einsichtig und erkannte lediglich 3000 Euro an. Das Gericht folgte dieser Linie teilweise. Das Urteil: Schuldspruch wegen Urkundenfälschung, zudem muss er 3000 Euro Schadenersatz leisten sowie 50 Euro an die Bank zahlen. Weil der 34-Jährige bis zuletzt keine Angaben zu seinen finanziellen Verhältnissen machen wollte, setzte es zusätzlich 300 Euro Verfahrenskosten.

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