Schweigen vorbei

So sparen die Vereinigten Bühnen nun beim Personal

Wien
26.03.2026 14:00

Nach wochenlanger Ungewissheit brachen die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) am Donnerstag ihr Schweigen rund um einen Personalabbau. Gebannt sei die Gefahr damit aber noch nicht. Die Mitarbeiter kosten dem Betrieb am meisten. 

5 Millionen Euro weniger an Subventionen bekommt der Bühnenverband, der zur Wien Holding gehört, von der Stadt. Als erste Konsolidierungsmaßnahme wurde die Bespielung der Kammeroper pausiert. Am meisten kostet den VBW aber der rund 800 Köpfe starke Personalstand.

Wie berichtet wurde schon im Jänner eine bis dahin ungewisse Anzahl an Mitarbeitern beim Frühwarnsystem des AMS angemeldet. Damals war gegenüber der „Krone“ noch von keiner „Vorentscheidung über konkrete Schritte“ die Rede. Man wolle Mitarbeiter halten. Nun zeigt sich das wahre Bild. 

Klarheit über Kündigungen
20 Mitarbeiter wurden insgesamt gekündigt, erklärte Geschäftsführer Franz Patay am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Mittels Sozialplan wurde eine einvernehmliche Lösung mit den Betroffenen gefunden, heißt es. 

Zusätzlich setzte man auf „natürliche Abgänge“, also in die Pension, die nicht nachbesetzt wurden und nicht verlängerte Verträge. Wie viele Mitarbeiter davon betroffen sind, blieb man schuldig. Das könne Patay erst Ende des Jahres sagen. Kündigungen betrafen alle Gewerke, auch Künstler. 

Die Kündigungen im Zuge des Sozialplans seien nun beendet, so Patay. Der Personalstand sei aber weiterhin jener Posten, auf den die VBW „ein Auge haben müssen“. „Auch künftig müssen wir überlegen, ob wir pensioniertes Personal nachbesetzen“, sagte er beispielhaft. 

Eingespart wird auch bei den Sachkosten. So wurden Lagerflächen gekündigt und umgeschichtet. Reduziert wird auch bei den Nachtportiers. 

Ungewissheit über Kammeroper
Wie es mit der derzeit stillstehenden Kammeroper weitergehe, konnte Patay nicht sagen. Das werde die weitere Budgetsituation in der Stadt zeigen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass künftig ein anderer Anbieter die Kammeroper bespiele. 

Zusätzlich zum Spardruck wächst ab Herbst 2027 auch die Konkurrenz. Dann soll nämlich das neue Musicalhaus, das Theater im Prater, mit einem Fassungsvermögen von 1800 Sitzplätzen eröffnen. Noch gibt sich Patay dazu aber gelassen.

Man sei sich dessen bewusst, glaube aber an die Phrase „die Flut hebt alle Schiffe“. Sprich: Mehr Angebot bedeute auch mehr Nachfrage – auch nach den Produktionen der VBW. Ob sich der Kulturbetrieb tatsächlich über Wasser halten kann, wird sich wohl erst in den kommenden Jahren zeigen. 

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