Der in Linz ansässige Technologiekonzern Kontron hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 deutlich mehr verdient. Wie das börsenotierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, kletterte das Konzernergebnis nach Steuern um rund 56 Prozent auf 141,1 Millionen Euro. Wegen der defizitären Umwelttechnologiesparte des Konzerns droht aber ein Stellenabbau.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um knapp 24 Prozent auf 237,4 Millionen Euro. Der Umsatz ging hingegen durch Portfolioanpassungen leicht von 1,68 auf 1,61 Milliarden Euro zurück.
Getrieben wurde die positive Entwicklung vor allem durch das margenstarke Segment „Software + Solutions“, das rund 591 Millionen Euro zum Umsatz beisteuerte. Vor Einmaleffekten betrug das bereinigte Nettoergebnis des Konzerns 108,7 Millionen Euro. Da sich die starke Profitabilität nicht im Aktienkurs widerspiegelt, beschloss das Management ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 50 Millionen Euro.
Geschäft mit Umwelttechnik defizitär
Belastet wurde das Gesamtergebnis hingegen vom defizitären Umwelttechnologiegeschäft. Im Solarsektor verzeichnete Kontron einen negativen EBIT-Beitrag von rund acht Millionen Euro. Das Unternehmen reagiert darauf mit einer drastischen Restrukturierung, die konzernweit bis zu 500 Stellen kosten dürfte. Der Standort Linz ist vom Jobabbau aber nicht betroffen, wie das Unternehmen auf „Krone“-Anfrage mitteilt. Für den bis Ende 2026 geplanten Umbau sind im laufenden Jahr Aufwendungen von rund 25 Millionen Euro eingeplant.
Insgesamt beschäftigte Kontron mit Stichtag Ende Dezember des Vorjahres 6696 Mitarbeiter – ein Jahr zuvor waren es noch 7263 gewesen.
Für 2026 erwartet Kontron-CEO Hannes Niederhauser weiteres Wachstum, das durch Bereiche wie Rüstung, Transport und Cybersecurity getrieben wird. Der Umsatz soll im heurigen Jahr organisch um etwa acht Prozent auf 1,75 bis über 1,8 Milliarden Euro steigen. Das bereinigte operative Ergebnis wird bei rund 225 Millionen Euro erwartet. „Wir haben die richtigen Weichen gestellt, um diese Chancen konsequent zu nutzen und unsere technologische Führungsposition weiter auszubauen“, sagte Niederhauser.
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