Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hat Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Iran-Kriegs bestritten und Gespräche mit Washington abgelehnt. Die US-Regierung hatte dem Iran zuvor mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.
„Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist“, sagte Araqchi im iranischen Staatsfernsehen – nachdem Trump gesagt hatte, Washington habe einen Friedensplan vorgeschlagen.
„Eingeständnis der Niederlage“
„Jetzt über Verhandlungen zu sprechen, ist ein Eingeständnis der Niederlage“, sagte Araqchi weiter. Er widersprach damit US-Präsident Trump, der zuvor von Verhandlungen und guten Gesprächen mit dem Iran gesprochen habe.
Araqchi bestätigte damit inoffizielle Äußerungen aus Teheran. Der Krieg höre auf, „wenn der Iran beschließt, ihn zu beenden – und nicht, wenn Trump es will“, erklärte ein Regierungsvertreter nach Angaben des Staatssenders Press TV. „Der Iran hat negativ auf den US-Vorschlag reagiert.“
Washington stellt Teheran härtere Angriffe als in Aussicht
Das Weiße Haus reagierte mit Drohungen auf die Berichte über eine Abfuhr aus Teheran. Wenn der Iran die neue Realität nicht anerkennt, werden die USA härter zuschlagen als je zuvor, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington. US-Präsident Donald Trump sei trotz der Verhandlungen bereit, „die Hölle“ im Iran losbrechen zu lassen.
„Großangelegte“ Angriffe
Die israelische Armee führte indes am Donnerstag eigenen Angaben zufolge „großangelegte“ Angriffe in weiten Teilen des Iran aus. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee Donnerstagfrüh. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die Stadt Isfahan im Zentrum des Iran attackiert.
Medienberichten zufolge verstärkt die israelische Armee ihre Angriffe im Iran noch, um vor dem Hintergrund einer möglicherweise bevorstehenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer Waffenruhe noch möglichst viele militärische Erfolge zu erzielen.
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