Das tut weh! Der KAC ging als großer Favorit in das Viertelfinal-Duell gegen den Zehnten Szekesfehervar – aber jetzt ist nach sechs Duellen alles vorbei. Weil die Ungarn sich mit 3:0 durchsetzten und die Serie mit 4:2 für sich entschieden. Den Rotjacken fehlte das Feuer, die Intensität und auch von den Teamleadern kam zu wenig.
Noch am Spieltag hat der KAC den zuletzt kranken Petersen nach Ungarn kutschiert, am Ende lief der Kanadier auch in der Linie mit Mursak und Schwinger auf – um die Serie mit dem ersten Auswärtssieg in der Serie doch noch nach Klagenfurt holen zu können. Aber wie üblich machte Szekesfehervar auf eigenem Eis hinten dicht, stellten die Gäste einmal mehr vor große Probleme. Gegen Ende des ersten Drittels hatten Fraser (15., 19.) und From (17.) Chancen, scheiterten aber an Goalie Reijola.
Gegentor in Unterzahl
Im Mitteldrittel kassierte Verteidiger Nickl eine vierminütige Strafe, weil er einen Ungarn mit seinem Schläger im Gesicht getroffen hat. In diesem Powerplay schrieb Fehervar erstmals an: Bei verdeckter Sicht fälschte Erdely einen Messner-Schuss genau unter die Latte zur 1:0-Führung ab. Auf der anderen Seite hatten die Rotjacken viel Pech – denn im ersten Überzahlspiel klopften in nur eineinhalb Minuten Unterweger (31.), From (31.) und Teves (32.) auf Metall, schrammten haarscharf an der Führung vorbei. Gegen Ende des Drittels dominierte wieder das Heimteam, aber auch Archibald scheiterte an der Stange (38.).
Vierte Linie klopfte an
Ganz schlimm war der Start in den Schlussabschnitt, da waren die Klagenfurter defensiv völlig desorientiert, machten es den Ungarn viel zu einfach. Bei einem Andersen-Schuss war Goalie Dahm aber auf dem Posten. Die erste gute Chance in diesem Drittel hatte dann die vierte Linie, aber Witting und Waschnig scheiterten knapp am Ausgleich (49.). Dann gelang den Hausherren die Vorentscheidung: Im Konter wurde Hari von Kapitän Erdely freigespielt, legte sich den Puck auf die Rückhand und lupfte ihn zum 2:0 rein (56.). Mit sechs Feldspielern drückten die Klagenfurter – aber es war am Ende einfach zu wenig. Fehervars Cheek machte mit dem 3:0 ins leere Tor dann alles klar und stieß die Rotjacken in den Abgrund.
„Das war zu wenig!“
In einer Analyse zeigte sich KAC-Kapitän Clemens Unterweger natürlich sehr enttäuscht: „Wir haben über die ganze Serie nie wirkliches Play-off-Eishockey gespielt, das war einfach zu wenig – die Ungarn waren über sechs Partien einfach cleverer als wir.“
Graz holt österreichischen Titel
Durch das Aus des KAC sind die Graz99ers jetzt schon fix österreichischer Meister. Dazu steht auch fest, dass es einen neuen Champion in der ICE-Liga geben wird. Denn weder Graz (trifft jetzt auf die Ungarn) noch Pustertal oder Laibach konnten den Titel bisher holen. Für die Rotjacken geht‘s jetzt in den unerwartet verfrühten Urlaub.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.